Knapp eine Million Flüchtlinge beziehen Hartz-IV

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Knapp eine Million Flüchtlinge beziehen Hartz-IV
Datum: 17.12.2018 - 11:01 Uhr

Propagandistische Verkündigungsaktionen scheitern spätestens immer dann, wenn sie mit Daten und Fakten konfrontiert werden. So geschieht es aktuell mit der angeblich ach so gelungenen Integration von »Flüchtlingen« in den deutschen Arbeitsmarkt. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA, Ingo Kramer, hat jüngst vollmundig verkündet, dass diese Integration erfolgreicher sei als bisher angenommen. »Viele Migranten sind eine Stütze der deutschen Wirtschaft geworden«, behauptete Kramer.

Die Faktenlage aber spricht eine ganz andere Sprache: fast eine Million der »Flüchtlinge« lebt von Hartz-IV, kassiert also aus den Sozialsystemen statt sie aufzufüllen. Bei den »Flüchtlingen« aus den Hauptfluchtländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien liegt die Quote der Hartz-IV-Bezieher bei fast 64 Prozent. Die Zahl der angeblichen Stützen aus diesen Reihen liegt bei etwa 350.000, also etwa nur bei einem Drittel der Sozialbezieher.

Erschwerdend kommt hinzu, dass von den beschäftigten »Flüchtlingen« ein Großteil entweder in Ausbildung ist oder aber einen Arbeitsplatz im Niedriglohnsektor gefunden hat, also bei Kurierdiensten, in der Logistik, als Küchenhelfer oder als Reinigungskraft. Das sind Berufsfelder, in denen die dort Beschäftigten häufig zusätzlich zu ihrem Einkommen unterstützende Leistungen aus dem ALG-II-Topf (umgangssprachlich Hartz-IV) beziehen. In diesem Zusammenhang von Stützen der deutschen Wirtschaft zu sprechen, ist also pure Propaganda und dazu auch noch anhand der Faktenlage völlig falsch.

Sven von Storch

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