Klimapolitiker und angebliche Umweltschützer flattern in Privatjets ein
Klimapolitiker und angebliche Umweltschützer flattern in Privatjets ein
Datum: 19.01.2023 - 10:49 Uhr
Derzeit findet in Davos das diesjährige Weltwirtschaftsforum statt. Über 3.000 geladene Gäste sprechen über die Neugestaltung der Welt, dem »Great Reset«, um die neue Weltordnung einzuleiten. Auf der Agenda steht auch das Thema des Umweltschutzes, ziemlich weit oben sogar. Da müssen fast schon selbstverständlich Fetischisten des angeblich vom Menschen verursachten Klima-Wandels samt angeblicher Umweltschützer vor Ort sein. Deren Anreise ist ein Festtag für »Plane-Spotter«. Das sind Menschen, die sich mit ihren Fotoapparaten an Flugplätzen einfinden, um selten zu sehende Flugzeuge zu fotografieren. Vor allem an den Flughäfen Klothen (Zürich) und Altenrehin (Sankt Gallen) konnten sie eine große Ernte einfahren.
Denn fast alle geladenen Gäste des WEF kamen mit teuren und alles andere als umweltfreundlichen Privatjets eingeflogen, wie unter anderem Blick berichtet. Insgesamt sind es gut 1000 zusätzliche Flugbewegungen, die durch das WEF entstehen, schätzt die Schweizer Flugsicherung Skyguide. Viele kommen mit einem Linienflug nach Zürich, die Staatschefinnen und -chefs meist in Staatsmaschinen. Hinzu kommen auch etliche Hundert Flüge von Privatjets, die alleine laut Skyguide schon für 500 Starts und Landungen sorgen, schreibt der SRF dazu.
Damit aber nicht genug. Von den beiden Flughäfen geht es dann mit exklusiven Limousinen der Oberklasse aus deutschen Fahrzeugschmieden weiter. Selbstverständlich mit Chauffeur und uniformierter Eskorte. Oder aber für die sich ganz besonders wichtig nehmenden Gäste mit dem Helikopter vom Flughafen direkt auf das Veranstaltungsgelände in Davos.
Ein Learjet 60 (nur als Beispiel) verbraucht pro Flugstunde 203 Gallonen (etwa 770 Liter) Treibstoff. Eine Gulfstream III verbraucht 570 Gallonen und eine Embraer Lineage 1000 sogar 630 Gallonen. Pro Flugstunde verursacht ein solcher Privatjet im Mittel mehr als drei Tonnen CO2.
Im vergangenen Jahr flogen 1.040 Privatjets von und zu den Flughäfen des Schweizer Bergortes Davos. Sie verursachten damit viermal mehr CO2-Emissionen als in einer durchschnittlichen Woche. Die Forscher führen etwa jeden zweiten Flug auf das Treffen selbst zurück, schreibt dazu die Berliner Zeitung.
Aktiver, bewusster Umweltschutz sieht anders aus.
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