Klimaflüchtlinge als neues Zauberwort

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Klimaflüchtlinge als neues Zauberwort
Datum: 09.02.2017 - 10:11 Uhr

Hunderttausende junger, kräftiger, gesunder Männer machten und machen sich aus Nordafrika und anderen Sahara-Anrainern auf den Weg nach Mitteleuropa. Ihr Ziel ist nicht zuletzt Deutschland, »Germoney«, das Land, in dem Milch und Honig fließt. Dort, wo man unkontrolliert einreisen, sich bis zu 14 verschiedene Identitäten zulegen und für jede dieser Identitäten Sozialleistungen abkassieren kann. Diese kräftigen, jungen und gesunden Männer verlassen in Scharen ihre Heimat, um faktisch in die deutschen Sozialsysteme einzuwandern. Aber bei den deutschen Altparteien und den Vertretern der »Qualitätsmedien« werden diese Fakten negiert.

Monatelang wollte man den Bürgern im Land vorgaukeln, dass es sich bei dieser Gruppe überwiegend um Bürgerkriegs- und Kriegsflüchtlinge handele. In den Medien wurde sehr gerne das Bild eines kleinen Mädchens in zerrissener Kleidung präsentiert, welches verschüchtert mit großen Knopfaugen in die Kamera blickte. Ja, ein solches Mädchen gab es auch hin und wieder. Aber rund 90 Prozent der in den Schlauchbooten aufgegriffenen Personen waren nun einmal junge, kräftige und gesunde Männer. Und diese als Bürgerkriegsflüchtlinge zu präsentieren, das fiel sogar dem verbohrtesten Medienvertreter ein, war auf Dauer nicht haltbar. Zumal sehr schnell publik wurde, dass die »Flüchtlinge« mehrere Tausend Dollar an Schlepper- und Schleuserbanden entrichtet hatten, um nach Europa und insbesondere Deutschland zu kommen.

Darüber hinaus konnten sich auch keine Bürgerkriegs- oder Kriegsmeldungen aus Algerien, Marokko, Tunesien oder anderen Herkunftsländer auf Dauer halten. Die Leute da unten weigerten sich einfach, entsprechende Kriege zu führen. Somit gingen den deutschen Altparteienpolitikern und den Medien die Begründungen für die »Flucht« dieser Leute aus. Und sie als das zu bezeichnen, was sie waren und sind, nämlich »Wirtschaftsflüchtlinge«, ist politisch nicht gewollt.

Eine Lösung tat not, um einen neuen Deckmantel zu finden. Kluge Köpfe taten sich zusammen, dachten lange nach und kreierten einen neuen Begriff: »Klimaflüchtlinge!« Der ursprünglich von Greenpeace im Jahr 2007 erstmals in einer (diskutablen) Studie einem größeren Publikum unterbreitete Begriff soll offenbar zukünftig alle Fluchtbewegungen aus den eingangs erwähnten Ländern abdecken.

Dass sich die Sahara seit Dekaden mehr und mehr ausbreitet, es in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach zu Hunger- und Dürrekatastrophen ungeahnten Ausmaßes gekommen ist und die Menschen aus und in dieser Region mindestens ebenso lange teilweise um ihr nacktes Überleben kämpfen, ist offensichtlich irrelevant. Weil man Wirtschaftsflüchtlinge aus politischen Gründen nicht als solche bezeichnen will, wird versucht, sie zu Klimaflüchtlingen zu machen.

Sven von Storch

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