Klaus Schwab tritt als WEF-Chef zurück
Klaus Schwab tritt als WEF-Chef zurück
Datum: 23.05.2024 - 09:35 Uhr
Das Weltwirtschaftsforum bestätigte am Dienstag, dass Gründer Klaus Schwab sich nach mehr als 50 Jahren an der Spitze aus der täglichen Leitung der Organisation zurückzieht. Das Forum sagte, dass der Schritt Teil einer mehrjährigen Strategie zur Änderung der Managementstruktur sei und die Leitung auf einen Präsidenten und einen Vorstand verlagere. Über die Nachfolgeplanung des 86-Jährigen wurde in den letzten Jahren viel spekuliert, auch wenn die Organisation bislang Stillschweigen über ihre Absichten bewahrte.
Das Forum sagte, dass der Schritt Teil einer mehrjährigen Strategie zur Änderung der Managementstruktur sei und die Leitung auf einen Präsidenten und einen Vorstand verlagere. Børge Brende ist derzeit Präsident des WEF. Das Forum gab nicht bekannt, wer die Nachfolge von Schwab antreten und das Gesicht seines Elite-Jahrestreffens in Davos, Schweiz, werden würde. Das WEF sagte, der Führungswechsel werde vor dem nächsten Treffen in Davos im Januar 2025 abgeschlossen sein.
Schwab, ein deutscher Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler, gründete das Forum 1971 und fungierte auch als dessen geschäftsführender Vorsitzender. Damals als European Management Forum bekannt, war es ursprünglich als Ort für europäische Wirtschaftsführer und Regierungsbeamte konzipiert, an dem sie zusammenkommen und über die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA diskutieren konnten.
Im Laufe der Jahre hat sich das jährliche Davos-Treffen zu einem Muss für die globale Elite entwickelt. Ziel ist es, führende Persönlichkeiten der Welt und Wirtschaftsführer zusammenzubringen, um wichtige Themen anzugehen. Es wurde jedoch kritisiert, weil es nicht in der Lage war, vielfältige Stimmen zu vertreten und Fortschritte bei globalen Themen wie dem Klimawandel und der Ungleichheit des Wohlstands zu erzielen. Außerdem standen und stehen die Pläne der Einführung einer neuen Weltordnung, wie sie Schwab immer wieder betont hatte, mehr und mehr in der Kritik.
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