Kinderschänder in der katholischen Kirche

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Kinderschänder in der katholischen Kirche
Datum: 07.02.2017 - 09:44 Uhr

Die katholische Kirche in Australien ist in ihren Grundfesten erschüttert. Untersuchungen zufolge kam es  in den religiösen Einrichtungen zwischen 1980 und 2015 zu mehreren tausend sexuellen Übergriffen gegen Kinder. Das Durchschnittsalter der Opfer lag bei Mädchen bei zehneinhalb, bei Jungen bei elfeinhalb Jahren. Das berichtet »SPON« in seiner aktuellen Ausgabe mit Bezug auf eine von der katholischen Kirche Australiens in Auftrag gegebenen Erhebung.

Die australischen Kirchenoberen, Kardinal George Pell und Sydneys Erzbischof Anthony Fisher, räumen »enorme Fehler« und katastrophale Entscheidungen« im Umgang mit den schon seit Jahren vorliegenden Kenntnissen ein. Man setzte sich für » eine transparentere, verantwortungsvollere und sichere Kultur für alle Kinder« ein.

Deutsche Kirchenfürsten, wie der sonst so wortgewandte Kardinal Woelki, schweigen zu diesem Thema. Denn auch in Deutschland stand und steht die katholische Kirche immer wieder in der Kritik, den in ihrem Verantwortungsbereich begangenen sexuellen Missbrauch an Kindern verschleiern und vertuschen zu wollen. Auf Wikipedia ist diesen Verbrechen ein umfangreiches Kapitel gewidmet: Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche

Statt aber vor seiner eigenen Tür zu kehren, fühlt sich insbesondere Woelki stets dazu berufen, gegen die AfD und ihre Wähler zu hetzen. Vielleicht sollte der »Herr Kardinal« hin und wieder das Buch der Bücher, also die Bibel, zu Rate ziehen. Vor allem Matthäus 7, Verse 3 bis 5:

»Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? 
Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? 
Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!«

Sven von Storch

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