Kinderarmut in Deutschland auf Rekordniveau
Kinderarmut in Deutschland auf Rekordniveau
Datum: 22.05.2017 - 08:41 Uhr
Immer mehr Kinder in Deutschland gelten als arm. Besonders pfiffige Zeitgenossen versuchen zwar immer wieder, durch Begriffsumdeutungen oder anderen Kniffen diese Armut zu relativieren, indem sie die Definition der absoluten Armut (wie sie unter anderem von der Weltbank festgelegt wurde) auf Deutschland anwenden will. Von dieser »absoluten Armut« spricht man dann, wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, sich täglich Waren zu beschaffen, die in den USA einem Wert von 1,90 US-Dollar entsprechen. Eine solche Ausprägung der Armut findet sich in Deutschland relativ selten.
Allerdings gibt es, und diesen Fakt »vergessen« die Armutsrelativierer recht gerne, weitere Armutindizes. Neben der relativen Armut finden sich da der mehrdimensionale Armutsindex (Multidimensional Poverty Index, MPI) der Vereinten Nationen oder Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index, HDI). Jenseits der Begriffsbestimmungen finden sich aber die einzelnen Menschen. Und die werden seitens der Altparteien wieder einmal abgehängt.
Die Steuereinnahmen des Bundes sprudeln auf Rekordhöhe. Schäuble und Konsorten übertreffen sich bei ihren Vorschlägen hinsichtlich der Verwendung dieser Mehreinnahmen gegenseitig an Absurditäten. Es ist Wahljahr - und da werden, wie immer, Steuererleichterungen in einem Maß versprochen, dass sich die Balken biegen. Vorschläge aber zu Gunsten vor allem der Kinder, die im Langzeitbezug von Hartz IV-Leistungen sind, sucht man bei den Altparteien vergeblich.
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