Kinderarmut in Deutschland auf neuem Höchststand

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Kinderarmut in Deutschland auf neuem Höchststand
Datum: 16.11.2022 - 10:28 Uhr

Die Berliner Ampel hat in den vergangenen Wochen mit Millionen- und Milliardenbeträgen nur so um sich geworfen. 100 Milliarden Sofortpaket hier, 200 Milliarden Sondervermögen da. Ins Ausland wird auch mit beiden Händen großzügig das Geld verschenkt - oder auch zum Fenster heraus geworfen, der Effekt ist identisch. Doch wenn es darum geht, die Armut im Inland zu bekämpfen, da kneifen Scholz, Lindner und Habeck samt dem Rest auf der Regierungsbank den Ar*** ganz fest zu. Da gibt es nicht einen einzigen Pfennig; weder für die Alten noch für die Alleinerziehenden oder schon gleich gar nicht für die Kinder. Vor allem die Kinder haben nämlich keine Lobby. Es sei denn, es handelt sich bei ihnen um die ganz besonders ideologisch verbrämten freitäglichen Klima-Hüpfer, die sich alternativ auch gerne einmal selbt auf den Leim gehen.

Aber die nicht ideologosierten Kinder aus den »ganz normalen« Familien, die stehen da im kurzen Hemd und sehen sich nicht selten von Armut bedroht oder bereits mit Armut konfrontiert. Noch nie war die Kinderarmut in Deutschland so hoch wie jetzt. Fast jedes vierte Kind ist davon betroffen. Vor allem aber ist bedenklich, dass Kinderamut längst nicht mehr nur noch Kinder aus dem Prekariat betrifft. Die Armutsgefährdung hat längst Einzug in den Mittelstand gehalten; wobei es sich hier stets um relative Armut handelt. Absolute Armut gibt es in Deutschland in der Tat kaum bis gar nicht.

Doch für die von relativer Armut betroffenen Kinder macht das keinen Unterschied. Sie dürfen nicht mit auf Klassenfahrt, weil ihre Eltern sich das nicht leisten können. Sie können nicht an Arbeitsgruppen teilnehmen, weil die Kosten für die Werkstoffe und das Material dort nicht über die Schule abgedeckt sind, sondern die Kinder respektive deren Eltern das bezahlen müssten - und oftmals nicht können.

Am schlimmsten aber sind einmal die großen Ferien, wenn andere Kinder in den Urlaub fahren und bei anderen nicht einmal das Geld für einen Ausflug ins Sauerland, den Bayrischen Wald, die See oder den Harz reicht; und natürlich die Weihnachtszeit, die für viele Kinder dieses Jahr noch trauriger wird als die Jahre zuvor. Denn das es kaum oder keine Geschenke gibt, daran haben sich viele Kinder gewöhnt. Dass sie jetzt aber auch noch im Dunkeln sitzen und sich den Hintern abfrieren sollen, das ist auch für sie neu.

Und die Eltern? Was geht wohl in den Eltern vor, die eben nicht die paar Kröten, die ihnen zum Leben bleiben, versaufen oder verzocken, wie es ihnen von nicht selbst denkenden Menschen vorgehalten und sinnfrei nachgeplappert wird? Was denkt ein liebevoller, hart arbeitender Vater, wenn am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig ist, er aber gleichzeitig hört oder liest, dass Scholz wieder Millionen über Millionen nach Weitwegistan oder Hinterwaldinien verschenkt, währen die Kinder daheim sich den Rest des Monats von Dosen-Ravioli ernähren müssen?

Nein, für viele Kinder wird es dieses Jahr hierzulande kein frohes Weihnachtsfest werden. Für ihre Eltern und Großeltern auch nicht. Denn die Berliner Ampel hat kein Herz für sie und auch kein Geld - denn das geht ins Ausland.

Sven von Storch

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