Kinderarmut - das vergessene Thema der Altparteien

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Kinderarmut - das vergessene Thema der Altparteien
Datum: 03.02.2017 - 09:27 Uhr

In seinem jährlich erscheinenden Kinderreport beleuchtet das Deutsche Kinderhilfswerk  die aktuelle Situation der Kinderrechte in Deutschland. Die Ergebnisse des Kinderreport 2017 sind zumindest alarmierend, wenn nicht sogar erschreckend. Das Thema »Kinderarmut« wird von den Politikern der Altparteien quasi ignoriert. Zu dieser Ansicht kommen nach einer repräsentativen Umfrage 87 Prozent der befragten Kinder und 75 Prozent der befragten Erwachsenen.

Die Gründe für die Kinderarmut sind laut Bericht relativ vielschichtig. 55 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie 53 Prozent der Erwachsenen stimmen der Aussage »voll und ganz zu«, dass eine der Hauptursachen der Kinderarmut darin liegt, dass viele Einkommen in Deutschland einfach zu niedrig sind. Solche Aussagen müssten der Merkel-Regierung im Ohr klingeln; will man uns doch seitens dieser permanent einbläuen, dass es den Menschen im Land so gut ginge wie nie zuvor.

Auch die fehlende Unterstützung Alleinerziehender ist ein wichtiger Grund für Kinderarmut (39 Prozent Kinder und Jugendliche, sogar 45 Prozent der Erwachsenen stimmen diesem Aspekt voll und ganz zu). Zudem fehlt die so oft von den Regierungsparteien erwähnte angeblich existierende Chancengleichheit. Denn, so liest es sich aus der Umfrage, es gibt Kinderarmut in Deutschland, weil von Armut betroffene Kinder weniger Chancen auf einen guten Bildungsabschluss haben und sich Armut dadurch fortsetzt. Für 49 Prozent der Erwachsenen trifft dieser Punkt voll und ganz zu.

Summiert man die beiden Antwortoptionen "trifft voll und ganz zu" und "trifft eher zu" werden die Antworten noch deutlicher. Bei der These »Es gibt Kinderarmut in Deutschland, weil viele Eltern zu wenig Geld verdienen« haben 93 Prozent der Kinder und Jugendlichen diese beiden Antwortoptionen gewählt.

Sven von Storch

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