Kim Jong Un zündelt schon wieder
Kim Jong Un zündelt schon wieder
Datum: 28.12.2023 - 10:16 Uhr
Im nun zu Ende gehenden Jahr feuerte der rundgesichtige kommunistische Diktator in Pjöngjang eine atomwaffenfähige Rakete nach der anderen ins Chinesische Meer. Ganz besondere Freude schien bei dem Brudermörder dann aufzukommen, wenn er eine solche Rakete in Richtung Japan oder sogar darüber hinaus abschießen lassen konnte. Die empörten Aufrufe des Wertewestens und die damit verbundenen angedrohten Sanktionen machten kaum bis keinen Eindruck auf Kim Jong Un. Seine Landsleute müssen zwar darben und hungern, aber darum schert er sich nicht. Ihm ist wichtig, dass er einen »dicken Max« herauskehren kann.
Demzufolge rührt er zum Jahresende noch einmal kräftig die Kriegstrommel. Bei der Jahresendsitzung seiner kommunistischen Partei rief er seine Militärs und die Rüstungsindustrie des Landes zu »verstärkten Kriegsvorbereitungen« auf. Die militärische Situation habe einen extremen Punkt erreicht, wurde Kim von Staatsmedien zitiert, heißt es in einem Bericht der Tagesschau.
Im vergangenen Monat hatte Kim das bis dahin geltende Militärabkommen mit Südkorea ausgesetzt. Angeblich als Reaktion auf die im April zwischen Washington und Seoul vereinbarte verstärkte militärische Zusammenarbeit. Die Kommunisten im Norden nehmen für sich in Anspruch, über die gesamte koreanische Halbinsel herrschen zu dürfen. Das ist ein Relikt des Korea-Kriegs (1950 bis 1953), der am 27. Juli 1953 mit einem Waffenstillstandsabkommen endete. Einen Friedensvertrag gibt es in Korea bis heute nicht.
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