Kim Jong-Un lässt über 200 Geschosse in Richtung Südkorea abfeuern
Kim Jong-Un lässt über 200 Geschosse in Richtung Südkorea abfeuern
Datum: 05.01.2024 - 11:15 Uhr
Während der 38. Breitengrad auf der koreanischen Halbinsel sowohl vom kommunistischen Norden wie auch von Südkorea als Demarkationslinie zwischen den beiden verfeindeten Nachbarn wie auch die vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone weitestgehend sowohl von Pjöngjang wie auch von Seoul weitestgehend als Status Quo akzeptiert werden, gibt es um die Seezonen, insbesondere die im Gelben Meer westlich der koreanischen Halbinsel, immer wieder Ärger. Vor allem die Insel Yeonpyeong, die der gegenwärtigen Grenzziehung zufolge zu Südkorea gehört, wird immer wieder von der nordkoreanischen Armee angegriffen und überfallen. 2010 töteten Geschosse der nordkoreanischen Artillerie vier Menschen auf der Insel.
Yeonpyeong liegt etwa 30 Kilometer westlich des Festlands im Gelben Meer und ist somit der westlichste Punkt Südkoreas. Die von Pjöngjang nicht anerkannte »Northern Limit Line« (NLL) verläuft nur wenige Kilometer südlich dieser Linie, die Kommunisten in Pjöngjang fordern seit 1999 eine wesentlich weiter südlich verlaufende Maritime Demarcation Line (MDL). Hintergrund dieser Streitigkeiten sind die vermuteten Ressourcen in dem umstrittenen Seegebiet.
Um seinen (angeblichen) Anspruch auf die Region zu unterstreichen, hat der Kommunistenführer Kim Jong-Un sein Militär erneut rund 200 Artilleriegeschosse in das Seegebiet abfeuern lassen. Die Geschosse gingen unweit der Insel Yeonpyeong ins Wasser, Vertreter der Insel sagten der Nachrichtenagentur AFP, die Bewohner seien aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.
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