Keiner will zu Anne Will
Keiner will zu Anne Will
Datum: 13.02.2018 - 08:40 Uhr
In Zeiten, in denen sich die Altparteien endgültig selbst entblößen und die teilweise fiesen Charaktere der einzelnen Protagonisten ungeschminkt an den Tag treten, findet sich schwerlich jemand, der derartige Vorkommnisse vor einem breiten Publikum verantworten möchte. So jüngst geschehen, als die Redaktion der Fernsehsendung Anne Will eine Sonderausgabe zu dem ganzen Hin und Her, das Gezerre und das Postengeschachere in der angedachten Neuauflage der Großen Koalition drehen wollte. Doch siehe da, niemand aus Union oder SPD wollte sich vor die Kamera trauen und das blamable Schauspiel, dass alle Beteiligten abgegeben hatten, kommentieren. Zumindest ist das die offizielle Stellungnahme sowohl der per Zwangsabgabe finanzierten ARD wie auch die des Redaktionsteams der Sendung.
Allerdings ist nicht ganz auszuschließen, dass es auch andere Gründe für einen Ausfall der Sendung gab. Unter den gegebenen Umständen wäre es schwerlich möglich gewesen, in irgend einer Form Propaganda für die Altparteien unter das Volk zu streuen. Zu peinlich waren die Auftritte insbesondere von Union und SPD. Selbst ein Dampfplauderer wie Stegner hat in der Zwischenzeit eine Art Rechtfertigungskurs für das desaströse Auftreten seiner Partei eingeschlagen und findet in seinen Ausführungen weder Zeit noch Raum für seine sonst fast schon regelmäßig abgesonderten Hasstiraden gegen die AfD. Kein Wunder; bei nur noch eineinhalb Prozent Vorsprung seiner Truppe vor der aufstrebenden AfD geht sogar einem Stegner die Luft aus.
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