Keine zypriotische Staatsbürgerschaft für Flüchtlinge
Keine zypriotische Staatsbürgerschaft für Flüchtlinge
Datum: 11.02.2021 - 10:23 Uhr
Für viele »Flüchtlinge« im östlichen Mittelmeer war Zypern ein Zwischenstop auf dem Weg nach Mitteleuropa, nach »Germoney«, ins Land, wo Milch, Honig und jede Menge Sozialleistungen in Hülle und Fülle fließen. Eine gewisse Anzahl aus jenem Personenkreis verblieb aber auch zunächst in Zypern - also, im griechischen Teil - darauf hoffend, dass sie relativ schnell die zypriotische Staatsbürgerschaft erhalten könnten, um dann als EU-Bürger legal dem Ruf von Merkel folgen könnten.
Einem solchen Ansinnen aber macht die zypriotische Regierung einen dicken Strich durch die Rechnung. Wer als »Flüchtling«, angeblich Schutzsuchender, Wirtschaftsmigrant oder wie auch immer genannt, illegal auf die Insel gelangt ist, wird keinesfalls die zypriotische Staatsangehörigkeit erhalten. Diese Absage gilt auf Lebenszeit und betrifft auch Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil illegal auf die Insel gelangt ist.
Das gelte auch und insbesondere für die Personen, die über den von Erdogans Truppen okkupierten Nordteil Zyperns gezielt in den freien Süden der Insel gelangen. Erdogan ließ in den vergangenen Tagen und Wochen wiederholt gezielt »Flüchtlinge« von der Festland-Türkei in die türkisch besetzte Zone verlegen; wohl wissend und mutmaßlich darauf hoffend, dass die Verlegten einen illegalen Grenzübertritt versuchen werden.
Migrantenorganisationen sind erzürnt und mutmaßen lautstark Rassismus in diesem Gesetzesvorschlag. Die Inselbewohner sehen das allerdings deutlich anders. Auf der Insel seien etwaige durch Rassismus hervorgerufene Probleme wesentlich geringer als die Probleme, die durch die »Einwanderung der Menschen aus Drittweltländern« entstanden sind.
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