Keine Voraussetzung für Teilhabe an Gasumlage

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Keine Voraussetzung für Teilhabe an Gasumlage
Datum: 25.08.2022 - 09:40 Uhr

Oma Lieschen Müller und ihr Nachbar Otto Normalverbraucher werden ab Oktober vom Staat zusätzlich geschröpft. Wie die anderen Bürger im Land werden sie für die Gasumlage ihren ohnehin klammen Geldbeutel weiter öffnen müssen. Jede Kilowattstunde Gas kostet ab dann noch einmal 2,419 Cent mehr - plus Mehrwertsteuer. Ab Oktober kostet dann die Kilowattstunde Gas fast 16 Cent. Zum Vergleich: im Vorjahr kostete die Kilowattstunde Gas lediglich 6,47 Cent (siehe Beitrag Forbes).

Die Unfähigkeit der Berliner Ampel hat die Preisstreiberei beim Gas zu verantworten. Statt Lösungen FÜR den Bürger zu finden, ist das einzige, was den (H)Ampelmännern einfällt, ein weiterer Griff ins Portemonnaie der Menschen im Land.

Doch nicht nur die Einführung dieser Zusatzabgabe an sich ist eine Frechheit, die absolute Unverschämtheit folgt erst noch bei der Verwendung des so eingetriebenen Geldes. Es sollen nicht  etwa nur von Insolvenz bedrohte oder sogar betroffene Unternehmen profitieren, sondern auch die ganz dicken Unternehmen, die riesiege Gewinne einstreichen und ihre Gewinnerwartungen für das laufende Gesschäftsjahr massiv nach oben geschraubt haben, kriegen von dem Kuchen ein fettes Stück ab.

EnBW zum Beispiel hat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen operativen Gewinn von 1,42 Milliarden Euro gemacht (siehe Beitrag Zeit). RWE hat seine Gewinnerwartung für dieses  Jahr auf 5,5 Milliarden Euro nach oben geschraubt (siehe Beitrag Der Westen).

Sie kassieren. So wie auch Shell, Total, Mobil, BP und wie die Krisengewinnler alle heißen.

Die Verlierer sind Oma Lieschen Müller, ihr Nachbar Otto Normalverbraucher und die ganzen anderen Bürger im Land. Denn sie müssen berappen, damit die »armen« Aktionäre und Großunternehmer noch ein bisschen reicher werden in dieser für sie ach so schweren Zeit.

Sven von Storch

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