Keine russischen Gegenangriffe nach Sprengung einer Gasmessstation

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Keine russischen Gegenangriffe nach Sprengung einer Gasmessstation
Datum: 25.03.2025 - 10:26 Uhr

Der Grund dafür sei, dass Selenskij mit seinen Angriffen gerade die Zerstörung des von den USA unterstützten Waffenstillstands im Bereich der Energieinfrastruktur bezwecke, erklärte Pressesprecher Dmitri Peskow. Trotz der wiederholten Verletzung des vereinbarten Waffenstillstands durch die Ukraine hat Russland beschlossen, das Moratorium für Angriffe auf die Energieinfrastruktur vorerst zu respektieren. Dies gab Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag bekannt. Es gab keine neuen Befehle von [dem russischen Präsidenten Wladimir] Putin.»Unsere Streitkräfte befolgen alle Anweisungen des Oberbefehlshabers«, sagte Peskow gegenüber Reportern. Nach Angaben des Kremls kam es zu der Einigung nach einem Telefonat zwischen Putin und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Die Parteien einigten sich auf eine 30-tägige Pause bei Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Russland hat jedoch keinem vollständigen Waffenstillstand zugestimmt und begründet dies mit dem Fehlen von Überwachungsmechanismen sowie der anhaltenden Mobilisierung und den Angriffen der Ukraine. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur zeigten laut Moskau, dass es berechtigte Gründe zur Vorsicht gegenüber einem nicht kontrollierbaren Waffenstillstand gebe, da die Ukraine gegen das Abkommen verstoßen habe, indem sie unter anderem eine Gasmessstation in der Region Kursk zerstört und ein Öldepot in Krasnodar mit Drohnen angegriffen habe, so Andalou.

In der Nacht zum Montag wurde Berichten zufolge zudem eine ukrainische Drohne in der Nähe einer Ölanlage abgeschossen, die teilweise im Besitz amerikanischer Investoren ist. Ein weiterer Grund, warum Russland nicht auf die Angriffe reagieren will, ist, dass der Außenwelt klar sein soll, wer gegen das Waffenstillstandsabkommen verstößt. »Wir verfolgen die Entwicklungen sehr genau. Auch unsere amerikanischen Kollegen haben die Möglichkeit, die Lage zu beobachten und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen«, sagte Peskow gegenüber Reportern. Allerdings warnte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Wochenende, dass Russland zwar bestrebt sei, sich nicht provozieren zu lassen, es aber nicht für immer von Gegenangriffen absehen könne. »Wenn das Kiewer Regime diesen destruktiven Kurs fortsetzt, behält sich Russland das Recht vor, zurückzuschlagen, auch symmetrisch«, sagte sie.

Sven von Storch

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