Keine russische Sicherheitsgarantie für Getreideschiffe im Schwarzen Meer

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Keine russische Sicherheitsgarantie für Getreideschiffe im Schwarzen Meer
Datum: 20.07.2023 - 10:27 Uhr

Selenskij ist finanziell darauf angewiesen, dass er das im Land geerntete Getreide auf den Weltmarkt bringen kann. Auch wenn er seinen Krieg in erster Linie durch die üppigen Geschenke des Wertewestens fortführen kann, so braucht er doch zumindest ein paar Einnahmen, um seinen Staatshaushalt irgendwie halbwegs aufrecht erhalten zu können. Dafür waren zwei Getreideabkommen vereinbart worden, eines zwischen der Ukraine, der Türkei und den Vereinten Nationen, ein weiteres zwischen Russland, der Türkei und den UN. Das letztgenannte ist jetzt ausgelaufen, weil Teile dieses Abkommens nicht erfüllt wurden, sagte der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow in Moskau.

 

Selenskij argumentiert, dies habe keinen Einfluss auf das die Ukraine betreffende Abkommen. Er werde weiterhin Getreideschiffe durch das Schwarze Meer entsenden. Schließlich benötige die Welt das Getreide aus der Ukraine. Auch Politiker des Wertewestens stoßen ins selbe Horn: die Verhinderung der Getreideausfuhr wäre ein Dilemma für die Entwicklungsländer, Putin solle nicht »den Hunger als Waffe einsetzen«, schwadronierte Baerbock jüngst in New York. Wie sinnfrei derartige Phrasen sind, zeigt ein Blick auf die Empfänger der Getreidelieferungen. Die größten Abnehmer sind Spanien, das kommunistische China und die Türkei. An diese drei Länder ging knapp die Hälfte aller Getreideexporte.

 

Bezieht man in diese Betrachtung noch die beiden nächsten Empfänger ein (Italien und die Niederlande), so entfallen sogar 60 Prozent der Exporte auf nur diese fünf Länder. Keines von ihnen ist ein Entwicklungsland, in dem der große Hunger herrscht. Die Lieferungen in afrikanische Länder, südlich der Sahelzone, oder in einkommensschwache asiatische Staaten, halten sich indessen sehr in Grenzen. Bangladesch ist der »größte Empfänger« aus dem Reigen jener Staaten, erhält aber nicht einmal ein Zehntel der Menge, die Spanien bezieht. Äthiopien, Eritrea, Somalia, der vom Bürgerkrieg geplagte Jemen, erhalten maximal die Hälfte dessen, was Bangladesch bekommt. Anders ausgedrückt: auf die ärmeren Länder entfallen in Summe nicht einmal ein(!) Prozent der Getreideexporte. Das zum Thema Hunger als Waffe….

Genau diese Fakten dürften wohl auch der Grund sein, waum Russland keine Sicherheitsgarantien für Getreideschiffe im Schwarzen Meer gibt. Es geht nicht um humanitäre Hilfslieferungen seitens der Ukraine, sondern um pures Geldscheffeln seitens Selenskijs und seiner korrupten Administration. Dafür gibt es seitens Moskaus keinen Freifahrtschein.

Sven von Storch

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