Keine Rede von Selenskij beim ESC
Keine Rede von Selenskij beim ESC
Datum: 12.05.2023 - 11:29 Uhr
Grundsätzlich wird der jährlich stattfindende »Eurovision Song Contest« (ESC) im Land des Siegers des Vorjahres ausgetragen. Theoretisch sollte dieser Sanges-Wettbewerb politisch neutral sein. Dass dies nicht mehr als eine blasse Theorie ist, zeigte sich im vergangenen Jahr: der eher durchschnittlich Beitrag der Ukraine wurde zum Sieger erkoren. Die diesjährige Verantaltung hätte nach den Bestimmungen der »European Broadcasting Union« (EBU), die für den Wettbewerb verantwortlich zeichnet, in der Ukraine stattinden sollen. Aufgrund des Krieges im Donbas aber entschied die EBU den Wettbewerb dieses Jahr in der englischen Hafenstadt Liverpool stattfinden zu lassen. Sehr um Verdruss Selenskijs, der sich mit Vehemenz gegen diese Entscheidung stemmte, letztlich aber den Kürzeren zog.
Trotzdem plante er, den ESC als Plattform für sich und seine Propaganda zu nutzen. Schließlich schauen sich knapp 200 Millionen Menschen die Entausscheidung des Wettbewerbs an. Vor denen wollte Selenskij mit einer Rede auftreten. Abgelehnt, entschied der die EBU. Sein Auftritt sei aller Wahrscheinlichkeit nach »zu politisch«, so die offizielle Stellungnahme. Dies würde »gegen die Regeln der Veranstaltung« verstoßen und könne daher nicht akzeptiert werden.
Eine weitere Niederlage für Selenskij. Ganz ohne Bauchpinselei für die Ukraine wird der Wettbewerb hingegen nicht über die Bühne gehen. Geplant ist der Auftritt von elf ukrainischen Künstlern im Rahmenprogramm des ESC sowie die Einspielung von Videofilmen über Regionen der Ukraine. Das ist dann politisch wirklich »seeehr neutral«!!!
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment