Keine Mittelstreckenraketen für die Ukraine

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Keine Mittelstreckenraketen für die Ukraine
Datum: 31.05.2022 - 11:35 Uhr

Selenskij und andere hochrangige Vertreter der Ukraine haben die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten aufgefordert, die Systeme MLRS und HIMARS bereitzustellen, mit denen weitreichende taktische Ziele erreicht werden können. Laut Medienberichten der vergangenen Woche schien die US-Regierung bereit zu sein, der Bitte der Ukraine nachzukommen und die Waffensysteme zu schicken, doch jetzt hat es einen anderen Klang in der Rinde gegeben.

Joe Biden kündigt nun an, dass die USA der Ukraine keine Mittelstreckenraketensysteme bis 300 km liefern werden. »Wir werden keine Raketensysteme in die Ukraine schicken, die Russland treffen könnten«, sagte der US-Präsident laut New York Post.

Das ist ein herber Rückschlag für die Kriegsrhetorik Selenskijs. In den vergangenen Tagen wurden Meldungen bekannt (nicht in West-Medien verbreitet), wonach die Ukraine mehrfach Raketen auf zivile Ziele in grenznahe russische Städte abgeschossen hatte. Unter anderem  wurden eine Schule und ein Kindergarten getroffen. Zahlreiche Kinder kamen bei diesen Angriffen ums Leben. Möglicherweise haben diese Angriffe den Umdenkungsprozesss in der Biden-Administration eingeleitet. In der Außendarstellung macht es sich schlecht, wenn Nachrichten in Umlauf kommen, dass Schulen und Kindergärten mit Waffen »Made in USA« beschossen werden. Es sei denn, die USA schießen selbst. Dann kümmern sie sich eher wenig um die entstehende Aufregung.

Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und jetzt Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, sagt, das Weiße Haus habe im Hinblick auf die Ablehnung dieser Forderung von Selenskij eine »rationale Entscheidung« getroffen.

 

 

Sven von Storch

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