Keine Chance für neue Friedensverhandlungen in Syrien
Keine Chance für neue Friedensverhandlungen in Syrien
Datum: 02.11.2016 - 09:51 Uhr
Russland und Syrien haben vereinbarungsgemäß ihre Luftangriffe auf die Stellungen des Terrornetzwerks IS/DAESH in und um Aleppo eingestellt. Damit sollte vermieden werden, dass weitere Zivilisten, die von der Terrormiliz als menschliche Schutzschilde missbraucht werden, ums Leben kommen. Allerdings würden, so sagt Schoigu, würden die sogenannten »moderaten Rebellen« ihre Angriffe auf Zivilisten in Aleppo unvermindert fortsetzen.
Solange der Westen es nicht schafft, die gewalttätigen Islamisten von weiteren Angriffen abzuhalten, sieht er, Schoigu, keine Chance auf die Fortsetzung etwaiger Friedensverhandlungen. Es könne keinen Frieden geben, wenn mehr als 2.000 Islamisten Wohnviertel in Aleppo mit Raketenwerfern und Panzern beschossen, sagte Schoigu der Agentur Interfax zufolge.
Aktuell gibt es zwischen Russland und den USA erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber, welche Ziele im Syrien-Konflikt als legitime Angriffsziele zu betrachten sind. Vor allem die Lieferung von Waffen und Kriegsmaterial seitens der USA via Saudi-Arabien und Katar an die Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger von Al Kaida, wird immer wieder von Moskau kritisiert. Washington dagegen beharrt darauf, das Kriegsgerät lediglich an die »gemäßigten Rebellengruppen« in Syrien. Anderslautende Aussagen von Beteiligten und Zeugen werden vom US-Militär negiert.
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