Kein Wort der Merkel-Regierung oder deutscher Medien zum armenischen Völkermordgedenktag

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Kein Wort der Merkel-Regierung oder deutscher Medien zum armenischen Völkermordgedenktag
Datum: 25.04.2019 - 10:51 Uhr

In den Jahren 1915/16 vollzog sich im damaligen Osmanischen Reich ein Genozid an den christlichen Armeniern. Bis zu 1,5 Millionen Menschen kamen bei diesem Völkermord ums Leben. Das Osmanische Reich war im sogenannten Großen Krieg Verbündeter des Deutschen Kaiserreichs und kämpfte offiziell auf der Seite der Mittelmächte. Noch heute bestreitet die Türkei als rechtliche Nachfolgerin des Osmanischen Reichs, diesen Völkermord. Alleinherrscher Erdogan kritisiert lautstark jede Erinnerung und protestiert, meckert, droht und flucht gegen jegliches Gedenken.

Die Merkel-Regierung und die deutschen medien haben sich im vorauseilendem Gehorsam Erdogan unterworfen. Nicht ein einziges Wort zu dem gestrigen Gedenktag wurde veröffentlicht. Ganz anders als zum Beispiel in Frankreich, wo der 24. April ein offizieller Gedenktag ist.

Dabei wären solche Gedenktage der passende Rahmen, um auf die auch heute noch weltweit stattfindende Verfolgung der Christen hinzuweisen. Nach Angaben von Open Doors leiden 200 Millionen Christen unter einem hohen Maß an Verfolgung, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Vor allem in Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist, sehe sich Christen massiven Anfeindungen ausgesetzt. Spitzenreiter aber ist das quasi religionsfrei Nordkorea. Dort haben die staatliche aufdoktroierte Verehrung des »Großen Führers« Kim Il Sung und des »Lieben Führers« Kim Jong Il die beiden auf den Status von Gottheiten erhoben und die traditionellen buddhistischen und konfuzianischen Lehren abgelöst.

Auch die Türkei gehört zu den Staaten, die heute noch massive Christenverfolgung begehen (Platz 26 auf der Länderliste). Über 100 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern scheint man bis heute nichts dazu gelernt zu haben.

 

 

Sven von Storch

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