Kein Stadtfest in Chemnitz dieses Jahr

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Kein Stadtfest in Chemnitz dieses Jahr
Datum: 21.03.2019 - 09:30 Uhr

In diesem Jahr wird es in Chemnitz kein Stadtfest geben. Das hat die in der Vergangeheit für die  Durchführung des Festes verantwortliche Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) in einer Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bekanntgegeben. Im Vorjahr wurde der 35-jährige Daniel Hillig während des Stadtfestes von mehreren Migranten mit insgesamt mehr als 20 Messerstichen gemordet. Während der Hauptverdächtige seit dem Tattag, dem 26. August 2018, immer noch auf der Flucht ist, wird derzeit gegen einen zweiten Angeklagten vor dem Landgericht in Dresden verhandelt. Allerdings nicht wegen Mordes - was bei mehr als 20 Messerstichen gegen das Opfer durchaus nachvollziehbar wäre - sondern lediglich wegen gemeinschaftlichen Totschlags.

Nach der grauenhaften Tat kam es in Chemnitz zu spontanen Beileidsbekundungen und Trauermärschen. Weil  diese Trauermärsche aber überwiegend aus regierungskritischen Bürgern bestanden, welche am Rande der Gedenkveranstaltungen Merkel und ihre vollkommen verfehlte Flüchtlings- und Migrationspolitik für diesen Mord mitverantwortlich machten, begann eine großangelegte Inszenierung zur gezielten Verbreitung von  Falschinformationen.

So gibt es ein Video, das angeblich Jagdszenen Rechtsradikaler gegen Ausländer zeigt. Das Video wurde sowohl medial wie politisch ausgeschlachtet und instrumentalisiert. Im Zuge dieser Inszenierung wurden nicht nur die Bewohner der Stadt Chemnitz unter Generalverdacht des Rechtsextremismus gestellt. Auch der damalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen musste seinen Stuhl räumen. Er hatte die Existenz der angeblichen Jagdszenen bezweifelt.

Die Erstellerin des Videos hat längst aufgeklärt, dass die Szenerie in dem 19-Sekunden-Filmchen einen ganz anderen Hintergrund hat. Doch an einer wirklichen Aufklärung des damals aufgebauten Sachverhaltes scheint von den Mainstreammedien und den Altparteienvertretern niemand interessiert zu sein. Stattdessen muss die aufgebaute, falsche Inszenierung jetzt als Begründung für die Absage des diesjährigen Stadtfestes herhalten.

Der Ausrichter, die CWE, führt an, dass eine Ausrichtung des Stadtfestes ein unklakulierbares Sicherheitsrisiko darstellte. Die Marke des Stadtfestes sei »nachhaltig beschädigt«, so CWE-Geschäftsführer Sören Uhl. Das vorjährige Stadtfest sei mit dem Tod des 35-jährigen und den darauf folgenden Ereignissen verbunden worden und dadurch »das Image dieses Festes nachhaltig besetzt«, so Uhl laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur.

Sven von Storch

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