Kein Scherz_ Grünen-Politikerin will Esel-Taxis einführen
Kein Scherz_ Grünen-Politikerin will Esel-Taxis einführen
Datum: 29.01.2018 - 11:21 Uhr
Susanne Murer von den Grünen ist die Ortsvorsteherin von Mörsbach, einem relativ unbedeutendem Nest an der L 465, irgendwo in Rheinland-Pfalz. Unweit von Mörsbach finden sich Orte wie Einöd oder Käshofen. Wenn man dort Lokalpolitiker ist, dann muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das dachte sich wohl auch die eingangs erwähnte Ortsvorsteherin und posaunte heraus, dass sie in ihrer Region Esel-Taxis einführen will.
Abends nach 18.30 Uhr würden keine Busse mehr die ländlichen Gemeinden mit den beiden regionalen Zentren Zweibrücken und Homburg verbinden. Die Menschen in den Dörfern seien nun entweder auf das eigene Auto oder auf Nachbarn angewiesen. Spontane Besuche fielen flach. Doch mit den Esel-Taxis soll jetzt Abhilfe geschaffen werden. Die Esel sollen Karren ziehen und im Schritttempo die Fahrgäste dann vom Ausgangsort zum Zielort befördern. Ergänzt werden, so Murer, kann das Angebot auch durch Ochsenkarren.
Diese Idee hat Murer schlagartig über ihre Ortsgrenze hinaus bekannt gemacht. Zwar betrachtet kaum jemand ihren Vorstoß als auch nur halbwegs diskutabel - die Kommentare in den sozialen Netzwerken sprechen da eine eindeutige Sprache - aber sie persönlich hat sich in den Fokus der Öffentlichkeit katapultiert. Die von der Insolvenz bedrohte Truppe »Die Partei« hat Murer bereits die Mitgliedschaft angeboten. Es sei eine progressive Idee, so deren Begründung.
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