Kein LGBTQ-Propagandamarsch in Georgien
Kein LGBTQ-Propagandamarsch in Georgien
Datum: 06.07.2021 - 11:41 Uhr
Anders als in vielen westeuropäischen Ländern, wo LGBTQ-Anhänger ihre Propaganda ungestört ausbreiten dürfen und bei ihrer »Aufklärungsarbeit« nicht einmal Halt vor Kindern machen, stemmen sich im östlichen Mitteleuropa und in eurasischen Grenzländern die Menschen gegen derlei Aktivitäten. In Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, sollte zum Abschluss der »Tblisi Pride«-Woche ein LGBTQ-Propagandamarsch durch die Straßen der Stadt ziehen. Weil sich aber eine Vielzahl von Bürgern Tiflis´ samt Vertretern der christlich-orthodoxen Kirche versammelt hatten, um gegen den Marsch zu protestieren, sagten die Veranstalter ihren Zug ab.
Patriarch Ilja II. von der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche rief zu einem zeitgleich mit dem geplanten Marsch stattfindenen friedlichen Protestgebet in Tiflis auf, um klare Position gegen die aus seiner Sicht »LGBTQ+-Propaganda-Aktivitäten« zu setzen. Die orthodoxe Kirche ist in Georgien die angesehenste Institution des Landes. Ein solcher Marsch zeige nur das »verdorbene Gayropa« auf, gegen das die traditionellen Werte hochgehalten werden müssen. Auch Georgiens Premierminister Irakli Gharibaschwili sprach sich noch am Morgen des geplanten Marsches gegen die Durchführung aus; eine solche Verantstaltung in den Straßen der Hauptstadt sei aus seiner Sicht »unangemessen«. Denn, so der Premier, »solche Aktionen (...sind...) für die Mehrheit der georgischen Bevölkerung inakzeptabel.«
Weil Vertreter der EU in Tiflis, darunter natürlich auch aus Deutschland, der Ansicht waren, sie dürften der georgischen Regierung und den Menschen in Georgien vorschreiben, wie sie zu leben haben und welche Werte sie als wichtig zu betrachten haben, wurde vor dem Tifliser Parlament kurzerhand die Flagge der EU eingeholt. Die hatte dort zuvor über Jahre neben der Flagge Georgiens geweht. Man lasse sich nicht von Außen vorschreiben, wie man in Georgien zu leben hat, so der kurze Kommentar zu der Aktion.
In den Mainstreammedien liest man von Hass und Hetze sowie körperliche Angriffe gegen die Teilnehmer des Marsches. Letzteres darf getrost in den Bereich der Legenden (also Fakenews) verworfen werden: denn da der Marsch abgesagt wurde und damit gar nicht stattgefunden hat, dürfte es schwer sein, gegen die nicht vorhandenen Teilnehmer eines nicht existierenden Marsches körperliche Angriffe durchgeführt zu haben.
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