Katar - Habecks Lösung, um nicht mehr von einem auoritären Land abhängig zu sein

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Katar - Habecks Lösung, um nicht mehr von einem auoritären Land abhängig zu sein
Datum: 22.03.2022 - 10:25 Uhr

Die Scheichs in Katar feixen sich gerade eins. Innerhalb von gerade einmal einem Jahr wurden sie - ohne ihr eigenes Zutun - vom Saulus zum Paulus. Weil sie radikale Islamisten wie zum Beispiel die Muslimbrüder und sogar Terrorgruppen wie die Hamas unterstützen, hatten viele westliche Länder einen Bann über Katar verhängt; selbstverständlich außer dem Weltfußballverband FIFA und einer süddeutschen Aktiengesellschaft mit angeschlossener Fußballabteilung. Die hatten auch während des fast vierjährigen Boykotts Katars von Juni 2017 bis Januar 2021 allerbeste Beziehungen zu den Scheichs.

Bezüglich der Demokratie im Land gibt es nur eine treffende Aussage: sie ist nicht existent. Freiheitsrechte sind nicht vorhanden, die Staatsführung ist für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und staatlich angeordnete Diskriminierungen verantwortlich, kritisieren Menschenrechtsgruppen. Über 80 Prozent der im Land lebenden Menschen sind Ausländer. Vor allem viele der Niedriglohnmigranten werden diskriminiert, deren Ausbeutung und Missbrauch sind an der Tagesordnung. Besonders weibliche Hausangestellte weisen ein stark erhöhtes Risiko zur Gefährdung auf, von körperlicher Gewalt bis zum sexuellen Missbrauch durch den Arbeitgeber.

Frauen werden im Alltag benachteiligt und erhalten nicht genügend Schutz gegen Vergewaltigungen und häuslicher Gewalt. 2016 meldete eine 22-jährige Touristin aus den Niederlanden der Polizei von Katar ihre Vergewaltigung. Sie erhielt eine Gefängnisstrafe von drei Monaten wegen des stattgefunden habenden außerehelichen Geschlechtsverkehrs.

Homosexualität ist in Katar verboten, mit einer Strafe von bis zu sieben Jahren Gefängnis sowie der Möglichkeit der Todesstrafe für Muslime nach dem Scharia-Recht. Die katarische Regierung erkennt weder gleichgeschlechtliche Ehen oder eingetragene Lebenspartnerschaften an, noch erlaubt sie den Menschen in Katar, sich für LGBT-Rechte einzusetzen.

Diese »aufrechte Demokratie« ist also nun Habecks Alternative zu einem angeblichen »autoritären Land, das die Menschenrechte mit Füßen tritt.«

Sven von Storch

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