Karitative Arbeit lohnt sich - vor allem in der Führungsetage

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Karitative Arbeit lohnt sich - vor allem in der Führungsetage
Datum: 11.05.2018 - 09:49 Uhr

Regelmäßig werden die Deutschen zu Spenden aller Art aufgerufen; vor allem aber sollen sie ihren Geldbeutel für die Bedürftigen öffnen. Vor allem kleine Kinder mit großen Kulleraugen flimmern regelmäßig über den Bildschirm, unterlegt mit dem Appell, doch bitte zu spenden. Auch im Briefkasten finden sich oftmals Bettelbriefe mit einem dem Fernsehspot ähnlichen Inhalt. Vor allem in der Adventzeit werden die Menschen hierzulande mit solchen Appellen fast schon traktiert. Viele beugen sich dann auch dieser massiven Form von Bettelei und beruhigen ihr Gewissen »mit nur fünf Euro im Monat«, wie es in einem sehr bekannten TV-Beitrag heißt.

Doch bei vielen Bürgern bleibt ein ungutes Gefühl bezüglich der Verwendung dieser Spenden. Sie fragen sich, ob ihr Geld auch wirklich vor Ort bei den angeblich Bedürftigen ankommt. Diese Fragestellung ist mehr als nur gerechtfertig, wenn man sich einmal die aktuell »geleakten« (unfreiwillig veröffentlichten) Vorstandsgehälter bei einigen sogenannten karitativen Institutionen ansieht.

Der Geschäftsführer bei »Ärzte ohne Grenzen«, einem Verein, der sich unter anderem bei der Beförderung von »Flüchtlingen« aus Libyen nach Italien stark macht, fährt ein Jahresgehalt von knapp 100.000 Euro ein. Projektleiter kassieren etwa 80.000 Euro per anno. Die Präsidentin von »Brot für die Welt«, eines kirchlichen Vereins, streicht knapp 120.000 Euro im Jahr ein. Hinzu kommt noch eine Versorungsumlage in Höhe von fast 60.000 Euro im Jahr. Und das sind die Zahlen aus dem letztmals 2015 zugänglich gemachten Jahresbericht dieser Institution.

Bei der »Welthungerhilfe« lässt es sich mit der Not der Menschen in der Führungsetage noch besser leben. Dort streichen Vorstände und leitende Angestellte ohne Zulagen sogar bis zu 155.000 Euro im Jahr ein. Auch hier wird Wasser gepredigt, aber ordentlich Wein gesoffen. Nachzulesen sehr versteckt im Jahresbericht für 2016.

Ohnehin versuchen die karitativen Vereine, diese Zahlen so gut wie möglich zu verstecken, verschleiern oder zu vertuschen. Einen kleinen Überblick mit den entsprechenden Verlinkungen gibt es hier, allerdings sind die Zahlen und auch die Verknüpfungen nicht immer auf dem wirklich neuesten Stand. Geringer aber dürften die Zahlungen in der Zwischenzeit vermutlich nicht geworden sein.

Sven von Storch

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