Kanadischer General im Asowtal von russischen Truppen gefangen
Kanadischer General im Asowtal von russischen Truppen gefangen
Datum: 09.05.2022 - 10:47 Uhr
Der Wertewesten steht vor einem Dilemma. Bisher wurden Berichte über die Beteiligung westlicher Bodentruppen beim Kampf in der Ukraine vehement zurückgewiesen. Auch der von türkischen Geheimdienstquellen veröffentlichte Bericht über die Anwesenheit von 50 französischen »Miilitärberatern« im Stahlwerk Mariupol wurde mit dem Vermerk angeblich fehlender Beweise zurückgewiesen. Im aktuellen Fall aber dürfte eine solche Negierung schwer fallen.
Bei den Kämpfen um das Aswotal ist Anfang des Monats der kanadische Brigade-General Trevor John Cadieu von russischen Einheiten festgesetzt worden. In der Zwischenzeit wurde Cadieu nach Moskau verbracht. Dort soll er unter anderem wegen Kriegsverbrechen und diverser anderer Delikte angeklagt werden. Der General soll nämlich unter anderem für den Schutz eines sich in den Katakomben unter dem Stahlwerk befindlichen Bio-Labors verantwortlich gewesen sein. In diesem Labor soll angeblich mit tödlichen Viren gearbeitet worden sein.
Die Gerüchte um die Anwesenheit hochrangiger NATO-Offiziere auf Seiten der Ukraine bestehen seit Beginn des Krieges. Bisher konnte die NATO derlei Meldungen aufgrund mangelnder Belege abschmettern. Wie es ihr jetzt, nach der Festnahme Cadieus, gelingen soll, dürfte spannend werden. Erste Gerüchte über seinen angeblichen Rücktritt aus der kanadischen Armee vor seinem Einsatz in der Ukraine machen bereits die Runde.
Es heißt, gegen Cadieu seien polizeiliche Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs eingeleitet worden. Wie aber ein hochrangiger Offizier, gegen den ein Strafverfahren läuft, das Land verlassen konnte, konnte (oder wollte) bisher kein befragter Verantwortlicher beantworten.
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