Kanada will Jagdwaffen von Bürgern beschlagnahmen
Kanada will Jagdwaffen von Bürgern beschlagnahmen
Datum: 12.12.2024 - 09:18 Uhr
Die kanadische Regierung hat das Verbot weiterer 324 Schusswaffentypen angekündigt und sie als »Kriegswaffen« bezeichnet, die nicht in die Hände von Jägern oder Sportschützen gehören. Gleichzeitig planen sie, die beschlagnahmten Waffen an die Ukraine zu spenden, schreibt ABC News.
Nach Angaben von Verteidigungsminister Bill Blair stand Kanada in Kontakt mit der Regierung der Ukraine, die Interesse an der Lieferung der Waffen bekundet hatte. »All die kleine Hilfe, die wir anbieten können, bringt sie einem Sieg einen Schritt näher«, sagte Blair. Kanadas Minister für öffentliche Ordnung, Dominic LeBlanc, sagt, das Ziel bestehe darin, den Zugang zu Militärwaffen in der Zivilgesellschaft einzuschränken.
»Das bedeute, dass diese Waffen nicht mehr verwendet werden könnten«, sagt er. Das Verbot baut auf früheren Beschränkungen vom Mai 2020 auf, als Kanada 1.500 Waffenmodelle verbot, eine Zahl, die mittlerweile auf über 2.000 angewachsen ist. Der jüngste Schritt erfolgt nach Kritik von Befürwortern strengerer Waffengesetze, die der Ansicht waren, dass viele Arten sogenannter »Sturmwaffen« weiterhin erlaubt seien.
Die Regierung arbeitet auch an einem System zum Rückkauf der verbotenen Waffen von kanadischen Besitzern, die Einzelheiten dazu sind jedoch noch unklar. Der konservative Oppositionsführer Pierre Poilievre nennt die Entscheidung einen »politischen Trick« und glaubt, dass sie vor allem gesetzestreue Jäger und Sportschützen betreffe.
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