Jeder US-Amerikaner hat das Recht, eine Waffe zu führen

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Jeder US-Amerikaner hat das Recht, eine Waffe zu führen
Datum: 24.06.2022 - 10:55 Uhr

Zahlreiche Interessenverbände und aus mitunter dubiosen Quellen finanzierte Nicht-Regierungs-Organisationen in den USA gehen seit Jahren gegen das Recht auf das Führen von legal erworbenen Schusswaffen im Land vor. Die Biden-Administration hat sich mit populistischen Parolen an die Spitze der Waffengegner gestellt, musste sich jetzt aber vom Supreme Court, dem obersten Gerichtshof der USA, eine schallende Ohrfeige abholen. Das Gericht hat geurteilt, dass jeder US-Amerikaner gemäß dem zweiten Zusatzartikel der Verfassung der USA das Recht hat, eine Waffe zu führen.  Dem entgegenstehende Gesetze einzelner Bundesstaaten sind nicht rechtens. Dieses Recht auf das Führen einer Waffe darf von keinem Machthaber beschränkt werden, so das Gericht.

Die Nachricht kommt inmitten einer brennenden Debatte über Waffenrechte nach mehreren neuen Schießereien in den Vereinigten Staaten. Präsident Joe Biden äußerte schnell seine »tiefe Unzufriedenheit« mit der Entscheidung des Gerichts, schreibt Fox News. Und auch New Yorks Bürgermeisterin Kathy Hochul sagt, es sei »ein dunkler Tag für New York.« Unter anderem die in New York geltende Beschränkung, dass das Führen von Waffen nur bei Vorlage von angemessenen Gründen erlaubt sei, verstoße gegen die Verfassung, argumentierte das Gericht und kassierte die entsprechende Vorschrift direkt ein.

In den USA sind Verletzungen und Todesfälle nach dem Einsatz von Schusswaffen an der Tagesordnung. Fast 20.000 Menschen verloren so ihr Leben. Hinzu kommt eine in etwa gleich große Menge an Selbstmorden mit Schusswaffen. Bei den Suiziden spielen die legal erworbenen Schusswaffen tatsächlich eine große Rolle. Bei den mit dem Einsatz von Schusswaffen verübten Verbrechen hingegen ist die Zahl der legal erworbenen Waffen wesentlich geringer. Meist werden bei diesen Taten illegale Waffen eingesetzt. Also Waffen, die zuvor gestohlen oder geraubt wurden oder die auf nicht legalen Wegen in die USA verbracht wurden.

Selbst die NRA (National Rifle Association), die Organisation für das Sportschießen und Training an Schusswaffe, spricht sich für schärfere Kontrollen im Kampf gegen den illegalen Waffenbesitz aus. Nichtsdestotrotz verteidigt sie vehement das jedem US-Amerikaner zustehende Recht auf das Führen einer Waffe gemäß dem zweiten Zusatzartikel der Verfassung.

Sven von Storch

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