Japan_ im laufenden Jahr wurde drei(!) Asylbegehren stattgegeben
Japan_ im laufenden Jahr wurde drei(!) Asylbegehren stattgegeben
Datum: 19.10.2017 - 11:21 Uhr
In seiner Asyl- und Einwanderungspolitik fährt Japan weiter eine fast Null-Toleranz-Politik. Im ersten Halbjahr 2017 gingen laut Nachrichtenagentur Reuters und einem Bericht des britischen »Independent« 8.561 Asylanträge im Land ein. Ganze drei von ihnen wurden positiv beschieden. Die ablehnende Haltung begründen die japanischen Behörden damit, dass die »Einwanderer nur das System ausnutzen wollen«. Das sagt zumindest der für die Einwanderungspolitik zuständige Sprecher des Justizministeriums Yasuhiro Hishida. Für seine Behörde sei es unzweifelhaft, dass die meisten der angeblichen Asylsuchenden diesen Status missbrauchen wollen.
Japan ist, neben den beiden koreanischen Staaten und Island, eines der letzten Länder der Welt mit einer fast homogenen Bevölkerung. 98,5 Prozent der in Japan lebenden Menschen sind Japaner. Der Rest der Bevölkerung setzt sich aus Koreanern, Chinesen und den indigenen Ainu im Norden des Landes zusammen. Trotz einer massiven Vergreisung der Bevölkerung, Japan gilt als das in seiner demografischen Entwicklung älteste Land der Erde, sehen die Japaner keine Veranlassung, ihre Grenzen zum Zweck einer etwaigen Verjüngungskur zu öffnen.
Die Aufnahme und Integration kulturfremder Menschen, so die Leitlinie der Regierung, sei mit hohen Kosten und wenig Nutzen für die Gesellschaft verbunden. Den politischen Druck, der unter anderem durch die permanente Kritik von Menschenrechtlern diverser Coleur aufgebaut wird, kontert Japan ganz lässig mit hohen Zahlungen. Nach den USA ist Japan der zweitgrößte Geldgeber des UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen.
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