Jahrestag des Tiananmen-Massakers
Jahrestag des Tiananmen-Massakers
Datum: 03.06.2019 - 09:58 Uhr
Die Volksrepublik China war und ist keine Demokratie. Es handelt sich um einen totalitären Staat, der seine Menschen im Denken und Handeln uniformieren will. Wer sich den Zielen der Staatsführung widersetzt, muss mit Repressalien rechnen; auch heute noch.
Vor 30 Jahren zeigte die chinesische Staatsgewalt ihre ganz besonders häßliche Fratze. In den Jahren vor dem Juni 1989 wuchs die Unzufriedenheit der Chinesen mit ihrer Staatsführung. Die Verteuerung von Grundnahrungsmitteln gingen anheim mit Korruption in der Führungsetage sowie der Forderung nach einer Lockerung der staatlichen Vorgaben.
Einige wenige Politiker der Kommunistischen Partei Chinas zeigten sich für die Forderungen der Menschen offen, so zum Beispiel Hú Yàobāng, der als Nachfolger des damaligen Parteichefs Deng Xiaoping gehandelt wurde. Seine offene Haltung gegenüber den Kritikern brachte ihm seinerseits viel Kritik seitens der Hardliner in seiner Partei ein; am 15. April 1989 verstarb er.
An seinem Tod entzündeten sich die Massenproteste in Peking, die darin mündeten, dass mehrere 10.000 Demonstranten sich nahezu täglich auf dem »Platz des himmlischen Friedens« (Tian´anmen) einfanden. Die sich zunächst nur aus Studenten rekrutierten Demonstranten erhielten bald Zuwachs aus den Reihen von Arbeitern unterschiedlicher Betriebe und einfacher Einwohner Pekings.
Mehrere Aufrufe der chinesischen Staatsführung zur Räumung des Platzes im Verlauf des Mai bleiben ungehört. Am Abend des 03. Juni gegen 21.00 Uhr Ortszeit jagten dann die chinesischen Machthaber Soldaten und Panzer auf die unbewaffneten, friedlichen Demonstranten. Mit gezielten Schüssen aus scharfen Waffen verursachte die Soldateska ein Massaker unter den Protestierenden. Panzer überrollten die sich ihnen in den Weg stellenden Demonstranten. Schätzungen zufolge wurden bis zu 10.000 Menschen auf dem Tian´anmen auf Veranlassung der chinesischen Machthaber erschossen und platt gewalzt.
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