Italien will die Neue Seidenstraße unterstützen

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Italien will die Neue Seidenstraße unterstützen
Datum: 25.03.2019 - 11:27 Uhr

Mit dem Projekt der »Neuen Seidenstraße« will die Regierung der Volksrepublik China neue Wirtschafts- und Handelskorridore nach Europa, Afrika, bis nach Lateinamerika, aber auch innerhalb Asiens schaffen. Allerdings stößt dieses Unterfangen bei den meisten Ländern der EU und vor allem in den USA auf Vorbehalte. Man bemängelt fehlende Transparenz, unfaire Wettbewerbsbedingungen und einen Ausbau der chinesischen Position auf dem Weltmarkt. Als erstes Land der G7 schert jetzt Italien aus. Man werde das chinesische Projekt unterstützen, gab Italiens Staatspräsident Mattarella im Rahmen eines Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Italien bekannt. Die Regierungsvertreter Italiens werden eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen, um auch formell ihre Unterstützung darzulegen.

Von dem Projekt verspricht sich Italien eine Kooperation auf vielen Ebenen. Neben dem Austausch von Waren und Dienstleistungen sollten auch Ideen, Talente, Wissen, langfristige Lösungen für gemeinsame Probleme und Zukunftsprojekte ausgetauschte werden. Dazu gehöre auch, dass man in einen Dialog über die Menschenrechte eintrete. Bei diesem Thema gebe es in China noch einen gehörigen Nachholbedarf.

China will im Rahmen des geostrategischen Vorhabens Milliarden in Häfen, Strassen, Bahnstrecken, Telekom-Netze und Flughäfen investieren. Gerade für das finanziell arg gebeutelte Italien sind solche Investitionen mehr als nur verlockend. Am morgigen Dienstag trifft sich Xi mit dem französischen Präsidenten Macron, Merkel und dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ebenfalls über die »Neue Seidenstraße« zu reden.

Sven von Storch

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