Italien lässt die Flüchtlings-Männer nicht von Bord
Italien lässt die Flüchtlings-Männer nicht von Bord
Datum: 08.11.2022 - 08:14 Uhr
Derzeit liegen zwei Schiffe dubioser selbsternannter Seenotretter in Catania vor Anker. Von den NGO-Schiffen Humanity 1 (deutsche Flagge) und Geo Barents (norwegische Flagge) durften nur Männer mit medizinischen Problemen sowie die Handvoll an Bord befindlichen Frauen und Kinder in Catania aussteigen. Für den Rest der 250 »Passagiere« war Landgang untersagt.
Italiens neuer Innenminister Matteo Piantedosi sagt, dass die Männer der Dritten Welt, die nicht als gefährdet gelten, die italienischen Gewässer verlassen und in die Obhut der Flaggennationen der Schiffe genommen werden müssen, in diesen Fällen Deutschland und Norwegen. Aber vor allem die Berliner (H)Ampelmänner scheinen nicht so wirklich Interesse an den Kulturbereicherern und Goldstücken zu haben. Denn Berlin hat seinerseits das italienische Außenministerium aufgefordert, alle Migranten an Bord der unter deutscher Flagge fahrenden Humanity I aufzunehmen. Darauf antwortet der italienische Minister Luca Ciriani: »Wenn Deutschland glaubt, dass es ein humanitäres Problem gibt, dann sollten sie sich darum kümmern. Italien kann nicht zu einem Zufluchtsort für alle Einwanderer werden.«
Zudem warten noch zwei weitere Schiffe mit jeweils Hunderten von Migranten an Bord vor der italienischen Küste auf die Erlaubnis zum Andocken. Die gibt es aber nicht, so lange die jetzt vor Anker liegenden Schiffe nicht Platz machen. Die iwederum weigern sich, mit ihren Passagieren an Bord den Hafen zu verlassen.
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