Islamisten von Boko-Haram töten bei einem Hinterhalt mehr als 50 Menschen
Islamisten von Boko-Haram töten bei einem Hinterhalt mehr als 50 Menschen
Datum: 28.07.2017 - 09:03 Uhr
Die islamische Terrorgruppe Boko-Haram will im Norden Nigerias einen islamischen Gottesstaat errichten. »Bekannt« wurde Boko-Haram insbesondere dadurch, dass ihre Häscher christliche Mädchen und Kinder verschleppen und sich diese dann als Liebessklaven hielten oder an andere Interessenten verkauften. Derartige Vorgänge gelangten vor drei Jahren zu weltweit trauriger Berühmtheit, als die Islamisten mehr als 200 Mädchen aus der Region Chibok entführten. Das Kinderhilfswerk Unicef vermutet, dass sich mehr als 2.000 Kinder, Mädchen und junge Frauen in der Gewalt von Boko-Haram befinden.
Blutbäder wie der jetzige Überfall auf den Geologie-Trupp des staatlichen nigerianischen Ölkonzerns NNPC, bei dem mehr als 50 Menschen blutig niedergemetzelt wurden, sind in der Vergangenheit jedoch mehr die Ausnahme denn die Regel gewesen. Der Konvoi, der auch von Soldaten des nigerianischen Militärs begleitet wurde, war nahe Magumeri im Bundesstaat Borno aus dem Hinterhalt angegriffen worden. Der Angriff war derart überraschend, dass eine Gegenwehr offensichtlich nicht möglich war. Das erklärt, warum auch zahlreiche Opfer in den Fahrzeugen verbrannt waren.
Primär attackiert Boko-Haram kleinere Polizeistationen oder Armeestützpunkte im Norden des Landes. Bevorzugtes Ziel der Islamisten aber sind wehrlose Kirchen und Schulen. Mit diesem Angriff aber könnte eine Grenzlinie überschritten worden sein. Denn Nigeria will und wird neue Ölvorkommen im Norden des Landes erschließen. Dieses Ansinnen wird die Regierung durchsetzen; und wenn es sich dazu der Hilfe des Militärs bedienen muss, um die Ziele zu erreichen. Denn Nigeria ist von der Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen abhängig, tragen diese Einnahmen doch in erheblichem Maße zum Staatshaushalt bei.
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