Islamist beim DFB, Grauer Wolf bei den Türken
Islamist beim DFB, Grauer Wolf bei den Türken
Datum: 03.07.2024 - 10:24 Uhr
Bei so einer Fußballeuropameisterschaft kann sich der eine oder andere Balltreter einem sehr großen Publikum präsentieren und seine ganz eigenen Botschaften zu verbreiten versuchen. Das kann durch gute Leistungen auf oder neben dem Platz erfolgen. So hat sich der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo vor der Achtelfinal-Begegnung seiner Mannschaft mit einem vierjährigen Jungen, der auf der Palliativstation für Kinder in der Gießener Klinik liegt, getroffen. Das sei ein Wunsch des todkranken Jungen gewesen, berichten die Medien. Ronaldo machte dieses Treffen nicht publik, so wie er selbst überhaupt sehr wenig über sein soziales Engagement kundtut. Er macht einfach.
Aber dann gibt es da auch noch die anderen, die ihre Auftritte dafür nutzen, um nicht Liebe, Hilfe, Unterstützung und Freundlichkeit unter die Menschen zu bringen, sondern um Hassbotschaften zu verbreiten. Beim DFB gibt es da einen Islamisten, der in unschöner Regelmäßigkeit bei seinen Auftritten auf dem grünen Rasen den IS-Gruß zeigt. Beim Tor des Osmanen-Abkömmlings Gündogan brüllte der Islamist seinem »Glaubensbruder«, wie auf den Videos klar zu erkennen ist, lauthals den Kampfruf der Islamisten in dessen Ohr. Und im Interview nach dem Spiel gegen Dänemark bedauert der Islamist wörtlich, »dass wir die Dänen nicht früher getötet haben.« So macht man sich Freunde...
Dass bei der Osmanen-Auswahl die Uhren ohnehin anders ticken, ist bei deren politischen Führung fast schon zwangsläufig. Der Despot vom Bosporus gefällt sich selbst darin, öfter einmal den Gruß der ultranationalistischen »Grauen Wölfe« zu zeigen. Der Auswahlspieler Merih Demiral wollte nach seinem Treffer gegen die Auswahl Österreichs seinem Vorbild Erdogan nicht nachstehen und zelebrierte sein Erfolgserlebnis ebenfalls mit dem entsprechenden Gruß.
Interessant sind die unterschiedlichen Folgen für die beiden Spieler: während der DFB-Islamist weiterhin ungeschoren davon kommt, droht dem ultranationalistischen Osmanen-Kicker nun eine Sperre seitens der UEFA.
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