Islamischer Messermörder von Turku ging gezielt auf Frauen los

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Islamischer Messermörder von Turku ging gezielt auf Frauen los
Datum: 21.08.2017 - 10:45 Uhr

Zwei finnischen Frauen hat der 18-jährige Marokkaner, der 2016 als »Schutzsuchender« nach Finnland kam und Asyl beantragte, in der westfinnischen Stadt Turku mit einem Messer ermordet. Sechs weitere Frauen wurden verletzt. Zudem wurden zwei Männer verletzt, als sie den Islamist bei seinem Terrorlauf stoppen wollten. Die beiden waren, so die finnische Polizei, offenbar Kollateralschäden. Der islamisch motivierte Terrorist hatte es bei seinen Messerattacken in erster Linie darauf abgesehen, Frauen zu töten. Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen.

Zwei der Verletzten befänden sich gegenwärtig noch auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses in Turku. Der Täter, der von der Polizei mit einem Hüftschuss von weiteren Angriffen gestoppt werden konnte, befindet sich derzeit ebenfalls noch in medizinischer Behandlung; allerdings unter bester polizeilicher Obhut. Gegen ihn wird sowohl wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs wie auch wegen terroristischer Staftaten ermittelt. Zudem sondiert die finnische Polizei das Umfeld des Islamisten auf mögliche Komplizen oder ob er Mitglied einer Zelle des Terrornetzwerks IS/DAESH ist.

Die finnische Innenministerin Paula Risikko von der Nationalen Sammlungspartei hat verstärkte Polizeipräsenz in allen Städten des Landes angeordnet. Insbesondere an öffentlichen Plätzen, an Bahnhöfen und Flughäfen sowie an den zahlreichen Fähranlegern ist am Wochenende deutlich mehr Polizei zu erkennen gewesen. Die Grenzkontrollen wurden extrem verstärkt und selbst die sonst eher vernachlässigten Prüfungen der Fährpassagiere von und nach Schweden oder ins Baltikum wurden erheblich deutlicher durchgeführt.

Sven von Storch

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