Iran rückt den Flugschreiber nicht heraus
Iran rückt den Flugschreiber nicht heraus
Datum: 21.01.2020 - 10:20 Uhr
Von Anfang an hat das Mullah-Regime eine Vertuschungs- und Verschleierungstaktik beim Abschuss der Boeing 737-800 der Ukrainian International Airlines unmittelbar nach deren Start in Teheran versucht. Zuerst palaverten Regimesprecher von möglichen technischen Defekten, dann räumte man nach Vorlage eindeutiger Beweisbilder das »irrtümliche« Abfeuern einer Rakete ein. In der Zwischenzeit steht fest, dass PS752 auf seinem Weg von Teheran in die ukrainische Hauptstadt Kiew von mindestens zwei Raketen der iranischen Luftabwehr erwischt und vom Himmel geholt wurde. Die Ausrede eines angeblich irrtümlichen Abfeuerns steht jetzt auf sehr tönernen Füßen.
Aufklärung könnte der Flugschreiber geben. Zunächst hatte Teheran zugesagt, das Gerät zur Datenauslesung an die Ukraine zu übergeben. Jetzt aber machen die Mullahs einen Rückzieher und rücken den Schreiber nicht heraus.
Doch sowohl der kanadische Außenminister Francois-Philippe Champagne wie auch der ukrainische ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj üben scharfe Kritik an dem iranischen Wortbruch. Wenn man der Welt lauthals verkünde, so Champagne in Richtung seines iranischen Kollegen Mohammed Dschawad, man wolle die volle Verantworting übernehmen, so gehe das mit Konsequenzen einher. Eine davon sei volle Transparenz, so Champagne.
Da das iranische Regime sich bisher bei der Aufklärung des Abschusses alles andere als kooperativ gezeigt hat und bestenfalls hehre Worte von sich gegeben hat - die allerdings nicht in Übereinstimmung mit den vorliegenden Beweisen stehen - stellt man sich nicht nur in Kanada, woher die meisten Opfer stammen, und der Ukraine die Frage, was der Iran noch alles vertuschen will.
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