Iran mit vollmundiger Forderung in Richtung USA
Iran mit vollmundiger Forderung in Richtung USA
Datum: 30.12.2019 - 10:11 Uhr
Die iranische Regierung sieht in den Seestreitkräften der NATO und der USA in der Straße von Hormus eine Provokation. Mehrfach kam es zu Zwischenfällen zwischen Schiffen der iranischen Marine und denen des westlichen Verteidigungsbündnisses. Eine Lösung des Problems war nicht erkennbar. Doch jetzt sehen sich die Iraner in einer Position der Stärke und fordern in Person von des iranischen Marinekommandeurs Konteradmiral Hossein Khanzadi die USA und ihre Verbündeten auf, die Seezone zu verlassen.
Hintergrund dieser Forderung ist das erste gemeinsame Seemanöver der iranischen Marine mit Schiffen der russsichen und chinesischen Seestreitkräften. Diese trilaterale Marineübung wird nach Angaben iranischer Medien durchgeführt, um »die Sicherheit in der Region zu erhöhen«. Zudem aber habe sie laut Khanzadi »eine sehr bedeutsame Botschaft an die USA und ihre Verbündeten« gesendet.
Die gemeinsamen Marineübungen begannen am Freitag in der iranischen Hafenstadt Chabahar am Golf von Oman. Sie umfassen eine Reihe von Ausbildungsmissionen, wie z. B. Anti-Piraterie und Rettungseinsätze.
Die Spannungen in den Gewässern brachen Anfang des Jahres auf, nachdem vier Handelsschiffe, darunter zwei saudische Öltanker, in einem Hafen der Emirate im Golf von Oman bei einem mysteriösen Angriff getroffen wurden, den die USA und ihre Verbündeten dem Iran zur Last legten. Kurz darauf wurden zwei weitere Tanker durch scheinbare Limpetminen beschädigt, als sie durch den Golf von Oman segelten, wobei der Iran erneut als Schuldiger bezeichnet wurde. Daraufhin starteten die USA ihre Mission zum Schutz der zivilen Schifffahrt in der Region.
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