In diesem Winter bereits mindestens zehn Kältetote
In diesem Winter bereits mindestens zehn Kältetote
Datum: 01.02.2019 - 08:59 Uhr
Mindestens zehn Kältetote gab es in diesem Winter bisher in Deutschland. Bei Wind, Wetter und Minustemperaturen müssen die Obdachlosen sich irgendwo draußen einen Schlafplatz suchen. Hilfe gibt es nur vereinzelt und selbst dort, wo es sie gibt, in nicht ausreichendem Umfang. Politisch verantwortlich fühlt sich keine der regierenden Parteien, weder auf Bundes- noch auf Landesebene. Mit unrasierten, ungepflegten und mögicherweise auch unangenehm riechenden Wohnungs- und Obdachlosen will sich kein Altparteienpolitiker umgeben. Solche Bilder sind weitaus weniger telegen als ein Foto mit einem siebenjährigen »Flüchtlingsmädchen« mit großen Kulleraugen und einem kunstvoll drapierten Tränchen im Gesicht.
In Hannover starb ein 54-jähriger Obdachloser in einer Klinik, nachdem er am vergangenen Sonntagmorgen an einem markanten Punkt mitten in der Innenstadt mit starker Unterkühlung aufgefunden wurde. Der Mann hatte sich dort offensichtlich von niemanden bemerkt am Abend zuvor einen Schlafplatz gesucht. Die Folgen der Nacht unter freiem Himmel waren tödlich für ihn.
In Metropolen wie Berlin überlassen die Politiker die Umsorgung der Obdachlosen nur all zu gerne karitativen Vereinen oder engagierten Privatpersonen wie auch den örtlichen Verkehrsbetrieben. Die BVG hält einige, wenige Bahnhöfe als Notunterkunft für kalte Nächte bereit. Allerdings ist das auch keine wirklich dauerhafte Lösung. Denn zum Beispiel im Bahnhof Lichtenberg, einer der wenigen Kältebahnhöfe, versammeln sich so viele Obdachlose, dass sie die Zugänge zu den Bahnen erschweren.
Aber weder der rot-rot-grüne Senat auf Landesebene noch die Merkel-Regierung auf Bundesebene zeigen ansatzweise ein Interesse daran, den Wohnungs- und Obdachlosen zu helfen.
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