In Deutschland gibt es eine Abschiebe-Verhinderungs-Industrie

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In Deutschland gibt es eine Abschiebe-Verhinderungs-Industrie
Datum: 06.10.2016 - 10:17 Uhr

Im Rahmen einer Lesung aus seinem Buch »Deutschland in Gefahr« geht Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, auf die Manipulationsmöglichkeiten bei Polizeistatistiken ein. Wenn gewollt ist, dass bestimmte Straftaten zurückgehen, so kann man das steuern. »Wenn ich als Polizeichef will, dass in meiner Stadt die Rauschgiftkriminalität sinkt, dann schicke ich die dafür zuständigen Kollegen in die Verkehrskontrolle. Dann verspreche ich Ihnen, dann sinkt die Rauschgiftkriminalität – zumindest statistisch.« Er persönlich sehe in vielen Bereichen dies nicht nur als Gefahr oder Möglichkeit, sondern betrachte den Schaden als bereits eingetreten. 

Eine Ursache für aus dem Ruder laufende Abiturfeiern, brutale Intensivtäter und Bandenkriminalität sieht Wendt unter anderem in zerbrochenen Familien. Außerdem fehlten oft Vorbilder in den gesellschaftlichen Eliten. Selbst im Bundestag gebe es teilweise leider Gewalttäter, Drogensüchtige und andere Problemfälle. Er, so Wendt weiter, brauche keine Abgeordnete, die »an einen Tag kreischend auf irgendwelchen Gleisen sitzt und die Polizei nervt«, an linksradikalen Demonstrationen teilnimmt »und am nächsten Tag wieder als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages im Parlament sitzt«.

Noch deutlicher wird seine Kritik an Volker Beck, der die »Liberalisierung der Drogenpolitik für sich schon mal vorweggenommen hat und kurz darauf wieder als Besserwisser mit moralischer Attitüde im TV-Studio auftritt«. Beck war, nachdem bei ihm eine »betäubungsmittelverdächtige Substanz« gefunden worden war, religionspolitischer Sprecher der Grünen geblieben und bekam wenige Wochen danach zusätzlich das Amt des migrationspolitischen Sprechers von seiner Partei anvertraut.

Ihm seien »Leute suspekt, die zwar wissen, wie der Berliner Drogenmarkt funktioniert, aber keinen Kontakt zum Arbeitsmarkt hatten«, fuhr Wendt in seinen Ausführungen fort. Er habe immer versucht habe, seine Kinder »von solchen Typen fernzuhalten«. In einem Zeitungsbericht der »Welt« finden sich zwei Videos, in denen Wendt zu diesem und weiteren Themen ausführlich Stellung bezieht. 

Sven von Storch

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