In Deutschland abgewrackt, in Osteuropa und Afrika der Verkaufshit
In Deutschland abgewrackt, in Osteuropa und Afrika der Verkaufshit
Datum: 12.01.2018 - 07:34 Uhr
Deutsche Studien wollen herausgefunden haben, dass ältere Fahrzeuge mit Dieselantrieb extrem viele Schadstoffe ausstoßen. Als politischer Vorreiter für eine angeblich umweltbewusste Klimapolitik rief man daher zum Sturm gegen diese alten Dieselfahrzeuge auf und lobte Abwrackprämien aus, wenn Otto Normalbürger einen neuen, modernen Wagen kaufte und dafür den alten »Stinker« entsorgen ließ. So sollten dann Feinstaub und andere Umweltbelastungen nachhaltig reduziert werden. Das war zumindest die offizielle Lesart.
Faktisch jedoch, das hat eine Händlerbefragung der Fachzeitschrift Automobilwoche ergeben, wird nur ein Bruchteil der in Zahlung genommenen Altfahrzeuge tatsächlich verschrottet. Viel häufiger erfolgt ein Export der Fahrzeuge nach Osteuropa und vor allem Afrika. Dort reißen sich potenzielle Käufer um das qualitativ hochwertige und zahlreiche Angebot aus deutschen Landen. Die in Deutschland vertretene Ideologie des Klimarettungsgehorsams hat sich bis in diese Länder noch nicht herumgesprochen. Auch für die angeblichen unwiderlegbaren Beweise der deutschen Studien scheint sich dort niemand wirklich zu interessieren.
Vor allem die sogenannten fliegenden Händler (das sind die, von denen man oftmals die nervigen kleinen Visitenkarten am Seitenfenster des eigenen Autos vorfindet: »Wir kaufen ihren Alten!«) machen einen echten Reibach. Weil niemand wirklich kontrolliert, ob die Autos, für die beim Tausch-Kauf eine Abwrackprämie gezahlt wurde, auch wirklich abgewrackt werden, verkaufen etliche niedergelassene Händler diese Fahrzeuge an die Export-Händler für kleines Geld weiter. Und die verhökern die im Rest der Welt noch hochmodernen Wagen dann im Libanon, der Ukraine oder irgendwo in Afrika.
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