In Berlin droht Renaissance der SED

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In Berlin droht Renaissance der SED
Datum: 04.10.2018 - 10:18 Uhr

Gestern war der deutsche Nationalfeiertag. Am 03. Oktober 1990 wurde der Einigungsvertrag zweier deutscher Teilstaaten unterzeichnet, wie sie in der Außendarstellung unterschiedlicher kaum sein konnten. Möglich gemacht wurde diese Unterzeichnung, weil die Menschen zwischen Ostsee und Erzgebirge und zwischen Harz und Oder sich die Unterjochung durch das SED-Regime, die Beschnüffelung und Bespitzelung der Stasi-Verbrecher und ihrer Hilfswilligen, die Beschneidung elementarer Menschenrechte durch ein Unrechtsregime nicht länger gefallen und bieten lassen wollte. Die Massen machten mobil, gingen auf die Straße und jagten die Verbrecher um Erich Honecker, Erich Mielke, Egon Krenz und den anderen Genossen vom Hof. Die Macht von SED und Stasi waren durch friedliche Proteste gebrochen.

Ein aktueller Blick auf Umfragen in Berlin aber zeigt, dass die politischen Zöglinge jener Undemokraten auf dem Wege sind, eine Renaissance zu erleben. Die nun als »Die Linke« firmierende mehrfach umbenannte SED, in denen sich alte SED-Kader, einstige Stasi-Spitzel und Altkommunisten neben Neokommunisten tummeln, hat berlinweit die Spitze im Parteienranking übernommen. Die Machtverhältnisse in der derzeitigen Regierungskoalition sind komplett auf den Kopf gestellt. Die Kommunisten sind die stärkste Gruppe, gefolgt von den Grünen und die SPD des regierenden Bürgermeisters Michael Müller ist das schwächste Glied in diesem Dreier-Bündnis. Müller und seine Getreuen haben es geschafft, die einstmals so stolze Berliner SPD komplett vor die Wand zu fahren.

Käme es jetzt zu Neuwahlen und zu einer Neuauflage der jetzigen Koalition, erhielte Berlin keine 30 Jahre nach der friedlichen Zerschlagung des SED-Regimes wieder einen kommunistischen Bürgermeister. Das wäre ein fatales Signal an die Welt.

Sven von Storch

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