Immer mehr Flüchtlinge haben den American Dream
Immer mehr Flüchtlinge haben den American Dream
Datum: 28.05.2019 - 11:47 Uhr
Auf Schlepper, Schleuser und selbsternannte Seenotretter, die ihr Geschäfts- und Tätigkeitsfeld primär auf das Mittelmeer ausgerichtet haben, kommen harte Zeiten zu. Immer mehr afrikanische »Flüchtlinge« suchen sich laut einem Bericht bei tagesschau.de einen neuen Weg: über Südamerika und Mexiko in die USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch für die meisten von ihnen ist bereits an der Südgrenze Mexikos Schluss.
Schuld an dieser neuen Fluchtroute seien zwei Dinge: einerseits machten die Europäer, vor allem Italien und Malta als primäre Ziele der »Flüchtlinge« ihre Häfen dicht; andererseits hatte der mexikanische Staatspräsident allen »Flüchtlingen« eine freie Passage durch sein Land bis an die Grenze zu den USA gewährt. Gemeint waren mit diesem Aufruf zwar nur die lateinamerikanischen »Flüchtlinge«, sagt dazu die Afrika- und Migrationsexpertin der Autonomen Universität von Mexiko-Stadt, Gracia Mireya Ojeda. Doch dieser Aufruf hat sich auch bis nach Afrika rumgesprochen und entsprechend haben die Menschen dort reagiert. »Wir nennen das den Effekt des Aufrufs«, sagt dazu Mireya Ojeda. Im ersten Quartal dieses Jahres sollen bereits 300.000 Menschen diesem Aufruf gefolgt sein, heißt es in dem Bericht weiter.
Daher hat sich die mexikanische Regierung auch schnell wieder von dem versprochenen freien Geleit verabschiedet. Die Ankömmlinge werden in der mexikanischen Stadt Tapachula an der Grenze zu Guatemala abgefangen und festgehalten. Die mexikanischen Behörden haben ihre Grenzschutztruppen und Polizisten im grenznahen Berich stark verstärkt, um wesentlich besser auf diese neue Situation reagieren zu können. Wer keine Identifikationsdokumente hat, für den ist im Süden Mexikos das Ende der Reise erreicht.
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