Im deutschen Bier steckt jede Menge Glyphosat
Im deutschen Bier steckt jede Menge Glyphosat
Datum: 15.08.2018 - 10:58 Uhr
In der am 23. April 1516 erlassenen neuen Landesordnung für das Herzogtum Bayern heißt es: »Wir wollen auch sonderlichen, das füran allenthalben in unnsern Steten, Märckten und auf dem Lannde, zu kainem Pier merer Stückh, dann allain Gersten, Hopffen unnd Wasser, genommen und gepraucht sollen werden.« Auch wenn sich die aktuelle deutsche Sprache von diesen gestelzten Worten mehr als nur deutlich abhebt, so bleibt doch klar zu erkennen, dass allein Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung von Bier verwendet werden sollen. So war es vor 500 Jahren und so sollte es heute auch noch sein. Jedenfalls behaupten das die Großbrauereien in Deutschland.
Doch das ist, wie so vieles heute und hierzulande auch, dreist gelogen. Denn in fast allen Bieren findet sich eine Zutat, die man vor 500 Jahren nicht einmal kannte und die man bei den Brauereien gerne verschweigt: Glyphosat! Bei dem einen oder anderen Bier ist die Inhaltsmenge derart groß, dass einem der Bierdurst glatt vergehen kann. Bereits 2016(!) brachten Untersuchungen äußerst bedenkliche Werte an den Tag, doch bis heute wurden keine Versuche unternommen, diese Verunreinigungen zu reduzieren.
Trauriger Spitzenreiter in dieser Bilanz ist Hasseröder Pils mit einer Menge von fast 30 Mikrogramm pro Liter, gefolgt von Jever Pils (knapp über 23 Mikrogramm/Liter) und Warsteiner Pils (fast 21 Mikrogramm/Liter). Eine geringe Verunreinigung bieten Augustiner Helles (0,46 Mikrogramm/Liter), Franziskaner Weißbier (0,49 Mikrogramm/Liter), Beck´s Pils (0,50 Mikrogramm/Liter) und Bitburger Pils (0,55 Mikrogramm/Liter). Ganz frei von Glyphosat aber war keines der getesteten Biere.
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