Illegale Einwanderung von der Türkei über Griechenland hat wieder stark zugenommen

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Illegale Einwanderung von der Türkei über Griechenland hat wieder stark zugenommen
Datum: 04.07.2022 - 09:29 Uhr

Der türkische Despot Erdogan hat offenbar wieder einmal die Grenzen seines Landes zu Griechenland und somit zur EU für »Flüchtlinge« weit geöffnet. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der illegalen Grenzübertritte zur EU in dieser Region im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent. Ein Ende dieses Anstiegs ist nicht in Sicht.

Denn derzeit haben sich fast 5.000 Illegale auf türkischer Seite in der Nähe der griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Rhodos in der Ägäis versammelt haben und warten nur darauf, Kurs auf EU-Territorium zu nehmen, warnen griechische Behörden. Zwar hat  die griechische Regierung härtere Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung versprochen, doch bisher sind die Ergebnisse mager. Zu viele Löcher und Lücken bieten sich den »Flüchtlingen« für den illegalen Grenzübertritt, zu dünn und zu gering ist die von der EU versprochene Hilfe zur Sicherung der Außengrenze.

Griechenland hatte in den vergangenen Jahren wiederholt bei der EU um mehr Unterstützung zur Sicherung der EU-Außengrenze nachgesucht. Die wurde aus Brüssel auch immer wieder versprochen, geleistet allerdings wurde bisher kaum etwas. Dabei ist es weniger die knapp 200 Kilometer lange Landgrenze zwischen Griechenland und der Türkei das, was Athen Kopfzerbrechen bereitet. Dieser Abschnitt ist gut gesichert.

Es sind vielmehr die Wasserwege in der Ostägäis zu den zahlreichen griechischen Inseln knapp unterhalb der türkischen Landmasse. Selbst mit einfachsten Schlauchbooten könnte die mancherorts nur wenige Kilometer betragende Distanz einfach und unerkannt überbrückt werden. Griechenland habe nicht genügend Personal, um alle der mehr als 70 Inseln alleine und vollständig abzusichern, hatte Athen immer wieder in Brüssel angemahnt.

Erdogan hat diese Tatsache bereits in der Vergangenheit immer wieder ausgenutzt und Tür und Tor für »Flüchtlinge« geöffnet. Meist dann, wenn er von der EU eine Gegenleistung abpressen wollte. Derzeit aber hat Erdogan (noch) keine Forderung an die EU gerichtet. Da seine Politik die Wirtschaft in der Türkei vor die Wand gefahren hat, steht ihm das Wasser bis zum Hals. Es wäre daher wenig verwunderlich, wenn in Kürze eine entsprechende Forderung aus Ankara an Brüssel gerichtet würde.

 

 

Sven von Storch

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