Ihr werdet die Demokratie in Großbritannien nicht zerstören!

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Ihr werdet die Demokratie in Großbritannien nicht zerstören!
Datum: 18.05.2017 - 10:08 Uhr

Am gestrigen Mittwoch ging es in einer Debatte im EU-Parlament einmal mehr um den Brexit. Seit der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, versuche das Parlament kontinuierlich Druck auf das Land, die Politiker und die Bevölkerung auszuüben, kritisierte Nigel Farage (UKIP), Initiator des Brexit, die führenden EU-Parlamentarier. In seiner Rede zog er Parallelen zu den Ereignissen und Entwicklungen in Griechenland vor zwei Jahren. Der griechische Finanzminister Varoufakis, so Farage, wird wohl recht gehabt haben, als er sagte, dass die EU eine Technokratie ist, die sich verzweifelt an ihre eigene exorbitante und illegitime Macht klammert. Der EU mag es wohl gelungen sein, die Demokratie in Griechenland mit ihrer Macht zu vernichten. »Aber ihr werdet die Demokratie in unserem Land nicht zerstören können!«

Ziel seiner Kritik war einmal mehr der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der hatte deutschen Medien Details über sein persönliches Treffen mit Theresa May zugespielt und sich abfällig über die britische Regierungschefin, das Treffen an sich und die englische Sprache geäußert. Ein solches Verhalten sei, so Farage, extrem unhöflich. 

»Jetzt weiß ich nicht, Herr Juncker, ob das so ist, wie Sie es in Luxemburg machen. Ich bezweifle es, denn in jedem anderen Teil der zivilisierten Welt, wird, ehrlich gesagt, ein solches Verhalten als blutig unhöflich und der Akt eines Tyrannes betrachtet.«

Doch die Briten, so Farage weiter, stehen nach wie vor hinter der Entscheidung des Brexit. 68 Prozent der Bevölkerung wollen, dass der Ausstieg umgesetzt wird. Und entweder diese Farce wird bald beendet oder aber Großbritannien wird den Verhandlungstisch noch vor Ende des Jahres, auch ohne ein Resultat, verlassen, so Farage zum Ende seiner Rede.

Sven von Storch

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