Ich möchte nicht neben Asylhotels wohnen!
Ich möchte nicht neben Asylhotels wohnen!
Datum: 02.09.2025 - 09:09 Uhr
Starmer will laut Interview keine Asylhotels in England
In einem Interview mit BBC Radio 5 Live wurde er gefragt, wie er sich fühlen würde, wenn seine Tochter jeden Tag an einem Hotel mit Asylsuchenden vorbeigehen müsste. »Ich verstehe das vollkommen. Die Anwohner wollen diese Hotels in der Regel nicht in ihren Städten, und ich auch nicht«, sagte Starmer. Das aktuelle Ziel der Regierung ist es, die Hotels bis 2029 schrittweise abzubauen. Der Premierminister sagte jedoch, der Zeitplan müsse verkürzt werden. Gleichzeitig betonte er, dass der Abbau geordnet erfolgen müsse.
Proteste gegen Asylhotels im ganzen Land
Das Thema Asylhotels hat im ganzen Land heftige Reaktionen ausgelöst. In Epping gelang es der Regierung und dem Hotelbesitzer kürzlich, einen Gerichtsbeschluss zu verhindern, der eine Schließung erzwungen hätte. Bei Protesten in der Stadt am Sonntagabend wurden drei Personen festgenommen. Innenministerin Yvette Cooper soll heute Nachmittag im Parlament erscheinen. Sie wird voraussichtlich die Linie der Regierung verteidigen und behaupten, die ersten Reformen zeigten bereits Wirkung. Cooper will die Bearbeitungszeiten für Asylanträge von einem Jahr auf unter 24 Wochen verkürzen.
Verschärfung der Regeln
Neue »Gremien« werden Fälle von ausländischen Kriminellen und in Hotels untergebrachten Einwanderern priorisieren. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern (z. B. Deutschland) bereitet die englische Regierung zudem strengere Regeln für die Familieneinwanderung vor. Nur wer grundlegende Voraussetzungen wie Englischkenntnisse erfüllt, darf Familienangehörige nachholen, heißt es.
Kritik von der Opposition
Die Opposition wirft der Labour-Regierung vor, die Probleme nicht ernst zu nehmen, und Schatten-Innenminister Chris Philp weist Coopers Pläne als »minimale Anpassung« zurück. »Das wird kaum einen Unterschied machen. Menschen, die den Ärmelkanal illegal überqueren, sollte es überhaupt nicht erlaubt sein, ihre Familien nachzuholen«, sagte er der BBC. Er verwies auf den Ruanda-Plan der vorherigen Regierung, der seiner Aussage nach bedeutet hätte, dass »jeder illegale Einwanderer, der den Kanal überquert, sofort nach Ruanda zurückgeschickt würde«.
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