Hunderttausende Ukrainer in Deutschland sind Empfänger von Sozialleistungen
Hunderttausende Ukrainer in Deutschland sind Empfänger von Sozialleistungen
Datum: 17.05.2024 - 10:37 Uhr
Mehr als zwei Jahre nach Erweiterung des Krieges im Donbas ist die Beschäftigungsquote der (offiziell) knapp zwei Millionen Ukrainer, die nach Deutschland kamen, sehr niedrig. Dies übt Druck auf die Berliner Ampel aus, die die »Flüchtlinge« in ihrer Propaganda nur zu gerne als eine Möglichkeit präsentiert hat, den sogenannten Arbeitskräftemangel zu verringern. Mehr ukrainische Flüchtlinge sollten eine Arbeit in Deutschland aufnehmen, sagte Olaf Scholz am Wochenende bei einer Rede in Potsdam. Scholz reagierte auf neue Informationen, dass weniger als zwei von zehn ukrainischen Asylbewerbern im Land arbeiten, schreibt Focus.
Das ist ein großes Problem für Deutschland, das Land, das die meisten ukrainischen »Flüchtlinge« in der EU aufgenommen hat – offiziell knapp zwei Millionen Menschen, also mehr als ein Drittel aller ukrainischen »Flüchtlinge«. Nach Angaben des Polnischen Wirtschaftsinstituts, das in seiner Studie mehrere Länder untersucht hat, waren im Januar 2024 nur 18 Prozent der Ukrainer in Deutschland erwerbstätig, was eine der niedrigsten Quoten in Europa darstellt. Im Vergleich dazu sind in Polen beispielsweise 65 Prozent der ukrainischen Flüchtlingsbevölkerung am Arbeitsplatz.
Scholz selbst erklärte in seiner Rede in Potsdam, dass Deutschland diese Ukrainer brauche, um den Arbeitskräftemangel zu überwinden – einen Mangel, der auch nicht durch die gleichzeitig weiterhin ins Land strömenden Einwanderer aus der Dritten Welt gedeckt werde. Zwar seien einige Ukrainer erwerbstätig, sagte er, aber es gäbe »ein paar hunderttausend weitere, die dringend auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden.«.
Es gibt eine Reihe von Theorien, warum es den Ukrainern so schwer fällt, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Erstens hält das deutsche Arbeitslosengeldsystem weiterhin eine Reihe von Gruppen davon ab, eine Arbeit aufzunehmen, da es oft rentabler ist, arbeitslos zu bleiben. Einige dieser Gruppen erhalten Arbeitslosengeld, während sie nicht angemeldet arbeiten.
Wie viele andere Gruppen, die zur »vorübergehenden Flucht« nach Deutschland kommen, wollen auch viele Ukrainer nicht in ihre Heimat zurückkehren. Fast die Hälfte der Ukrainer geben in Meinungsumfragen an, dauerhaft im Land bleiben zu wollen. Gleichzeitig sucht die Ukraine nach neuen Wegen, um Männer zurück ins Land zu zwingen, um sie an der Front einzusetzen, wo sie immer knapper werden, und es sieht so aus, als ob Polen in dieser Hinsicht hilfreich sein wird. Es ist unklar, ob Deutschland ähnliche Maßnahmen ergreifen wird, aber Selenskij könnte erneut Druck auf die EU-Länder ausüben, wenn sich die Kriegslage im Laufe des Sommers weiter zuspitzt.
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