Hunderttausende Spanier protestieren weiter gegen Sanchez

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Hunderttausende Spanier protestieren weiter gegen Sanchez
Datum: 17.11.2023 - 11:02 Uhr

Sánchez und seine Sozialisten hatten nach der vergangenen Parlamentswahl in Spanien keine eigene Mehrheit. Sie sind noch nicht einmal die stärkste Fraktion im Parlament - das sind nämlich die Konservativen von Alberto Núñez Feijó. Aber dem gelang es nicht, eine mehrheitsfähige Koalition zusammenzustellen. Also ging der Auftrag der Regierungsbildung über an Sánchez. Der machte einige politische Klimm- und vor allem Winkelzüge, die ihm die notwendige Unterstützung im Parlament sicherten. Zumindest zur erneuten Wahl des Premierministers. Er kungelte mit diversen Regionalparteien ein paar Geschäftchen aus, die ihm die Mehrheit brachte, den Regionalparteien respektive ihren Vertreten Amnestie und noch den einen oder anderen Bonus. Doch damit hat Sánchez nun ein Problem: denn in der DNA einiger dieser Parteien ist das Ziel nach einer Unabhängigkeit vom Spanien der jetzigen Form fest verankert. Im Grund genommen ist das Ziel der besagten Partei die Abschaffung des aktuellen spanischen Staats. Das ist die Definition für Staatsfeinde.

Genau so hatten auch die Sozialisten von Sánchez VOR der Wahl argumentiert: man werde nicht mit Staatsfeinden, hier vor allem der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung von Carles Puigdemont, zusammenarbeiten. Die aber hofierte Sánchez jetzt NACH der Wahl derart vehement, dass er ihnen schon beinahe in einen bestimmten Körperteil hineinzukriechen schien.

Das Resultat fällt deutlich aus: zu Hunderttausenden gehen in Spanien die Menschen auf die Straße, um gegen Sánchez zu protestieren. Sie werfen ihm Wahlbetrug, Hochverrat und Kungelei mit Terroristen vor. Die überzeugten Spanier lehnen die Winkelzüge des Sozialisten Sánchez rundweg ab und fordern Neuwahlen.

Sven von Storch

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