Hunderte Migranten liefern sich in Griechenland Straßenschlachten mit Polizei

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Hunderte Migranten liefern sich in Griechenland Straßenschlachten mit Polizei
Datum: 09.04.2019 - 11:02 Uhr

Im nordgriechischen Grenzland zu Nordmazedonien haben sich in den letzten Tagen etwa 2.000 »Flüchtlinge« und Migranten zusammengerottet, um gewaltsam die Grenze zu überschreiten. Sie wollen aus Griechenland raus und über Nordmazedonien und die Balkan-Route nach Mitteleuropa - und vor allem Deutschland - gelangen. Die Leistungen, die »Flüchtlinge« in Griechenland erhalten, betrachten diese als nicht ausreichend. In Deutschland sind derlei Leistungen deutlich höher, auch zeigen sich deutsche Behörden den »Flüchtlingen« gegenüber deutlich entgegenkommender als in Griechenland.

Doch weder die griechischen Behörden noch die auf nordmazedonischer Seite sind gewillt, sich der Gewalt der »Flüchtlinge« zu beugen. Athen erklärte unmissverständlich, dass die Grenzübergänge zu Nordmazedonien für »Flüchtlinge« und Migranten geschlossen sind und bleiben. Am vergangene Freitag versuchten daraufhin, einige hundert überwiegend junge, kräftige Männer, den Grenzzaun zu stürmen. Dabei gingen sie massiv mit Steinwürfen auf die eingesetzten Sicherheitskräfte vor. Die antworteten ihrerseits mit Blendgranaten und Tränengas und konnten letztlich die Überhand behalten.

Auch in Athen kam es zu Krawallen mit mehreren hundert »Flüchtlingen«. Die besetzten den Hauptbahnhof der griechischen Hauptstadt, was zur Folge hatte, dass der Bahnverkehr für mehrere Stunden eingestellt werden musste. Erst durch einen massiven Polizeieinsatz war es möglich, die Randalierer von der Strecke und aus dem Bahnhof zu vertreiben. Der Bahnverkehr konnte wieder regulär aufgenommen werden.

Sowohl die Sicherheitskräfte in Nordmazedonien wie auch in Bulgarien haben in der Zwischenzeit ihre Präsenz an der Grenze zu Griechenland deutlich verstärkt.

 

 

Sven von Storch

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