Heute vor 75 Jahren wurden SPD und KPD zur SED vereint
Heute vor 75 Jahren wurden SPD und KPD zur SED vereint
Datum: 21.04.2021 - 10:23 Uhr
Es war alles andere als eine Liebeshochzeit, als heute vor 75 Jahren die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur »Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)« im Berliner Admiralspalast vollzogen wurde. Die Abneigung gegen diesen Zusammenschluss war in den Reihen der Mitglieder beider Parteien immens, betenfalls eine Zusammenarbeit sei unter bestimmten Aspekten möglich. Man ging auch verbal wenig zimperlich miteinander um: mit den »Sozialfaschisten« könne man nicht (KPD über die SPD); die verbale Retourkutsche (»rotlackierte Faschisten« / SPD über die KPD) klang ähnlich.
Die westzonale SPD mit dem Vorsitzenden Kurt Schumacher wetterte gegen den geplanten Zusammenschluss, selbst Otto Grotewohl, Vorsitzender des Zentralausschusses der SPD, der die Vereinigung mit der KPD umsetzen sollte, konnte sich im Vorfeld bei den Mitgliedern seiner Partei nicht durchsetzen. Letztlich aber setzten sich gezielt eingesetzte Täuschungen, Zwänge und Repressalien durch, sodass die Zwangsvereinigung auf den Weg gebracht werden konnte.
Am 21. April 1946 trafen sich über 1.000 Delegierte beider Parteien im Berliner Admiralspalast und gaben die Vereinigung ihrer bisher eigenständig agierenden Parteien zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bekannt. Der Handschlag zwischen Otto Grotewohl (SPD) und Wilhelm Pieck (KPD) wurde zum Parteisymbol der SED erkoren.
Bis heute besteht die SED fort, sie wurde nach 1990 nicht aufgelöst, sondern vollzog lediglich einige Namensänderungen: über SED-PDS, PDS und DieLinkspartei.PDS firmiert sie jetzt als »Die Linke«. Sie ist nach wie vor rechtidentisch mit der SED, wie sie selbst immer wieder erklärt. Das hat einen einfachen Grund: so behält sie den Anspruch auf das nach wie vor in großen Teilen versteckte SED-Vermögen, also das Geld, das das SED-Regime in den 40 Jahren seiner Existenz den Arbeitern und Bauern vorenthielt.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment