Herbe Verluste für CDU bei Wahlumfrage in Sachsen-Anhalt
Herbe Verluste für CDU bei Wahlumfrage in Sachsen-Anhalt
Datum: 25.03.2021 - 10:24 Uhr
Der Merkel-Effekt wird sich Umfragen zufolge bei der kommenden Landtagswahl am 06. Juni in Sachsen-Anhalt voll auf die Landes-CDU unter Ministerpräsident Reiner Haseloff auswirken. Ein Absturz auf 25 Prozent gilt derzeit mehr als wahrscheinlich. Weil auch die Parteien seiner Kenia-Regierungskoalition (SPD und Grüne) schwächeln, ist eine Fortsetzung dieser Konstellation nach der kommenden Wahl fraglich. Sowohl für die SPD wie auch für die Grünen reicht es in aktuellen Umfragen nur zu einem einstelligen Ergebnis und insgesamt unter dem Ergebnis von 2016. Da erreichten die drei Parteien zusammen einen Stimmenanteil 45,6 Prozent, was 47 Sitzen im Landesparlament und so eine knappe Mehrheit bedeutete.
Bei der kommenden Wahl wird die Zahl der Wahlkreise von derzeit 43 auf 41 reduziert, die Mindestzahl von 87 Parlamentariern wird auf 83 verkleinert (siehe Wahlrecht). Das dürfte sich ebenfalls zu Lasten der CDU auswirken, holte sie doch bei der vorhergehenden Wahl 2016 mehr als die Hälfte dieser Direktmandate. Doch sowohl bei den Erst- wie auch den Zweitstimmen ist der Vorsprung der CDU auf die AfD auf ein Minimum geschrumpft, den aktuellen Umfragen zufolge wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Parteien sowohl um die Direktmandate wie auch beim Zweitstimmenanteil geben.
Setzt sich der Trend der vergangenen Wochen fort (ständige Abnahme des Stimmenanteils der CDU, kontinuierliche Zunahme des Stimmenanteils der AfD) könnte es in den Umfragen bald einen neuen Spitzenreiter geben. Da beim gegenwärtigen Stand der Dinge auch die FDP den Sprung ins Landesparlament schaffen wird, die Freien Wähler aber knapp scheitern, dürfte - gesetzt den Fall, dass sich diese Prognosen am 6. Juni die Zahlen bestätigen - die Bildung einer neuen Landesregierung äußerst interssant werden.
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